Bad Kleinkirchheim, ein Skitourengebiet?

Diese Frage stellten wir uns, als wir von dem Ziel für unsere traditionellen Faschingsskitouren hörten. Im Programm waren eine ganze Reihe von Gipfel aufgelistet, alle gut 2000 Meter hoch. Aber wer kennt schon die Nockberge? Alles für uns unbekannte Namen. Gerade deshalb interessant für unseren 4-tätigen Ausflug vom 9. bis 12. Februar.

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Aufstieg Richtung Moosermandl. Hier haben wir noch Schnee!

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Ohne Ski auf dem Weg zum Rosennock

Es hatte sich aber schon rumgesprochen: in Kärnten soll es keinen Schnee haben. Das Panoramawetter im österreichischen Fernsehen brachte aber immer schöne Winterbilder, gewiss bewusst nur von einem kleinen Bereich der Kunstschneepiste. So vorgewarnt fuhren wir am Samstag morgen bei Regen in Richtung Süden. An der Raststätte „Tauernalm" waren bereits kleine blaue Lücken in den Wolken zu entdecken. Und wir hatten noch Schnee! Also, nichts als die Felle aufgezogen und ab ging es. Eine frische Aufstiegsspur half uns, den Weg übers Nordportal des Tauerntunnels und durch den steilen Wald in Richtung Mosermandl zu finden. Nach zwei Stunden erreichten wir die Hochfläche des Gasthofkares und gingen in Richtung Süden weiter, vorbei am markanten Hochbirg und an der Schliererspitze. Die Spur leitete aufs große Mosermandl, doch die Uhr riet zur Umkehr. Nach einer recht abwechslungsreichen, anspruchsvollen Abfahrt konnten wir in Richtung Kärnten weiterfahren.

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Vor uns der Predigtstuhl

In bezug auf die Schneelage bestätigten sich nun die schlimmsten Befürchtungen: Bis in die Gipfelbereiche nur noch Schneereste. Aber was soll’s! Wir waren Dank der guten Organisation durch Resi im Gästehaus Schagar in 3 Appartements prima untergebracht und am nächsten Tag lachte die Sonne. Was unternimmt dann ein Bergsteiger, wenn er nicht Skifahren kann? Klar, er geht zu Fuß. Und warum soll’s nicht der höchste Berg sein? Also fuhren wir nach Kaning und wanderten auf einem Rundweg am Nassbodensee vorbei auf den Großen Rosennock, 2440 m. Sogar der Georg, mit 9 Jahren unser jüngster Teilnehmer, ließ es sich nicht nehmen, den Weg mit Turnschuhen mitzugehen.

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Auf dem Gipfel des Rosennock, des höchsten Berges der Nockberge

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Im Abstieg. Dies wären wunderbare Skihänge, wenn Schnee liegen würde!

Wenn schon Kunstschnee liegt, warum sollte er nicht auch für eine Skitour gut sein? Der Rosenmontag begrüßte uns mit herrlich blauem Himmel. Zuerst war Langlauf angesagt: auf einem weißen Kunstschneeband in brauner Landschaft rutschten wir bis kurz vor die Talstation der Königstuhl-Gondelbahn. Zügig stiegen wir dann am Pistenrand über den Strohsack (so hieß der erste Gipfel) und den Königsstuhl bis zum Wöllaner Nock (2145 m) hoch. Nach einer gemütlichen Einkehr auf der Rossalm trennten sich die Wege: einige besuchten die Therme, anderen wiederum reichten die 900 Höhenmeter Anstieg nicht und sie gingen nochmals rauf, um am Abend auf der frisch gewalzten Piste ein Abfahrtserlebnis der besonderen Art zu genießen.

 

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Georg und Stilla auf dem Rosennock mit Blick zu den Kunstschneebändern von Bad Kleinkirchheim

Für uns war klar: Auf der Rückfahrt sollst noch einmal eine Tour im Schnee, also nördlich der Tauern sein. Der Strimskogel, eine kurze Tour vom Zauchensee aus war der Abschluss. Bis auf den starken Nordwestwind im Gipfelbereich passte einfach alles: Sonne, Schnee, Gelände und nicht zuletzt die Teilnehmer. Wieder waren es gelungene vier Tage in einer Gemeinschaft, die sich sicher die nächsten Jahre wieder zur Faschingszeit zusammenfindet.

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Im Aufstieg zum Strimskogel, den wir vom Zauchensee aus angingen

 

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Die Strimsalm lädt bei der Abfahrt zur Brotzeit ein

Die Teilnehmer:

2 Resi, Schorsch, Stilla, Georg, Gunda, Lisa, Annelies, Thomas, Robert, Sepp, Hans, Mike, Alois.

Bericht: Alois

Fotos: Robert und Alois

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aktualisiert: 10.12.04 A.H.

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