Faschingsskitour 2003
Ausflug ins Ausseerland

Die diesjährige Faschingsskitour stand unter keinem besonders guten Stern: Zuerst mussten einige, auch der Organisator, krankheitsbedingt absagen und dann endete gerade an dem Wochenende eine dreiwöchige Schönwetterperiode . Dennoch ließ es sich die Gruppe mit 11 Teilnehmern drei Tage gutgehen.

1. Tag: Wie üblich wurde gleich am ersten Tag bei der Anfahrt eine Skitour unternommen. Das Gamsfeld (2027m) bei Rußbach lang auf dem Weg. Der Aufstieg führte vom Parkplatz an der Almstraße über die Rinnbergalm und über den Sommerweg zur Angerkaralm. Sepp und Thomas hängten sich dort an zwei schnelle angeblich ortskundige Tourengeher an. Um so mehr waren wir nach dem Aufstieg über den steilen Sattel und die flache Gipfelflanke überrascht, die beiden am Gipfel nicht anzutreffen. Erst nach 15 Minuten tauchten sie ziemlich verschwitzt auf.  Sie waren den doch nicht ganz ortskundigen Bergrennern auf den falschen Sattel gefolgt und mussten von dort nach einem kleinen Zwischengipfel wieder abwärts zum richtigen Aufstieg queren, wobei Sepp sogar unsanft etwa 50 Meter abrutschte.


Im Aufstieg zum GamsfeldGipfelrast über RußbachBei der Abfahrt kurz vor der Angerkaralm

Die Abfahrt war im oberen Teil zwar etwas ruppig aber dann bis zur Angerkaralm recht brauchbar zu fahren. Von dort querten wir auf der Almstraße zur Rinnbergalm, um uns dort noch eine Brotzeit und ein, zwei ....... Bierchen zu genehmigen. Die Abfahrt zum Parkplatz war auf der Almstraße anspruchslos und trotz vieler Buckeln gefahrlos und gemütlich zu fahren.
Anschließend ging die Fahrt nach Gößl am Grundlsee weiter, zu unserem Quartier im Gasthof Hofmann. Dort war der wilde Fasching los. Reste eines Faschingsumzugs, 2 Faschingswagen waren noch zu sehen. Die Gaststube unseres Wirtshauses war gerammelt voll mit feiernden Narren.  Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten fanden wir am Stammtisch bis kurz vor 18.00 Uhr Platz. Anschließend konnten wir uns in einem Nebenraum gut unterhalten und essen.

2. Tag: Nach dem Frühstück marschierten wir um ca. 9.15 Uhr los. Unser Ziel war der Elm (2128m). Über einen steilen Sommerweg ging es mit aufgebunden Schiern ca. 45 Minuten bis zur Forststraße. Der steile Anstieg kostete bereits einigen Schweiß. Der anschließende Hatscher auf der Forststraße war dafür dann etwas zum Ausrasten. Ab der Weggabelung zur Vordernbachalm verlief der Weg ca. 80 Höhenmeter abwärts bis zu einem Bach. An der Almhütte rasteten wir kurz. Der weitere Aufstieg über nochmals gut 1 Kilometer Forststraße führte dann durch ein enger werdendes Tal an steilen Felswänden vorbei. Durch ein Gelände mit Buckeln und kleinen Senken zog sich der Weg in vielen Windungen langsam aufwärts. Erst ab dem oberen Bereich der Bergschulter führte die Spur dann mit gleichmäßiger Steigung und in langen Kehren rasch aufwärts zum Gipfel.

Stimmt das schon? Beim Aufstieg 80 Hm auf der Straße abwärts?Gipfelsicht 50 Meter, nichts für eine unbekannte AbfahrtRast an der Vordernbachalm

Der vorher bereits stark bewölke Himmel verdunkelte sich zunehmend. Die Sicht wurde rasch schlechter, so dass wir beschlossen, nicht wie zunächst vorgesehen über die Pühringer Hütte, sondern an der Aufstiegsspur entlang abzufahren. Norbert zeigte hier, dass er großes Geschick besaß, die richtige Abfahrtsspur zu wählen. Der Schnee war im oberen Teil recht gut zu fahren, wurde aber im Waldbereich immer tiefer und brach schließlich stellenweise leicht ein. An der Vordernbach-Almhütte hielten wir nochmals eine ausgiebige Rast. Der Gegenanstieg bis zur Weggabelung wurde wieder mit Fellen zurückgelegt. Die Abfahrt über die Forststraße bis nach Schachen war einfach und ziemlich gleichmäßig. Am Parkplatz wartete bereits Schorsch, der mit seinem Sohn auf der Piste unterwegs war. Er brachte die Fahrer zu unserem Gasthaus zurück, die den Rest der Mannschaft abholten.

3. Tag: In der Nacht und bis in den Vormittag hinein regnete es, so dass wir beschlossen, nur noch eine lawinensichere Tour auf den Kampl (1685m) zu gehen und dann nach Hause zu fahren. Die Tour begann oberhalb von Grundlsee (Parkplatz kurz bevor die Seilbahn des Rigips-Werkes die Straße quert) über eine flache Forststraße gut eine halbe Stunde aufwärts bis zum Abzweig eines kleinen Weges. Ziemlich lange ohne großen Höhenunterschied zog sich anschließend der Weg in einem langsam enger werdenden, dicht bewaldeten Tal empor, bis er wieder die Forststraße erreichte, die wir aber nur überquerten. Der Anstieg wurde nun wenigsten kurzfristig etwas steiler, so dass wir langsam etwas höher kamen. Bei etwa 1600 Metern erreichten wir das Almgebiet. Die letzten 100 Höhenmeter hatten es nochmals in sich. So weit bin ich für hundert Höhenmeter noch nie gegangen.

Blauer Himmel auf dem Kampl! So sind digitale Fotos zu verändern

Am Gipfel (man kann so was nur Gipfel nennen, weil ein Gipfelkreuz dasteht) war die Sicht auch nicht besser als beim Aufstieg. Nun wussten wir auch warum dieser Anstieg lawinensicher ist. Das ganze hatte mehr den Charakter einer Weitwanderung als den einer Schitour. Um so erstaunlicher war dann die Abfahrt. Es fanden sich entlang der Aufstiegsspur immer wieder kleine Hänge, die auf Grund des Neuschnees recht passabel zu fahren waren. Erst kurz vor der  Forststraße brach die Schneedecke wieder vermehrt ein. Bei der anschließenden Abfahrt (langsames Gleiten) über die Forststraße wurde mir erst so richtig bewusst, dass wir beim Anstieg ein nicht unerhebliches Stück abgekürzt hatten.

Den richtigen Ausklang fand die Tour bei einer kleinen Brotzeit in einer neuen Gasstätte nach Bad Aussee. Der Wirt war anscheinend ein recht eifriger Sammler von alten Kleinwagen und Schnauferln. Eine Isetta, ein alter Loyd und noch mehrere andere kleine Oldtimer schauten aus dem oberen Stockwerk auf uns herab und viele Bilder von alten Schnauferln hingen an den Wänden.

Teilnehmer: Stilla, Schorsch, Georg, Mike, Robert, Norbert, Brigitte, Irmi, Thomas, Sepp, Herbert.

Bericht und Bilder
Michael Frumm-Mayer

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aktualisiert: 10.12.04 A.H.

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