„Am Rande der Sahara!“
(Vom Sandsturm in den Schneesturm)
Faschingsskitouren 2004 Lessach im Lungau

Faschingssamstag:

Eisiger, stürmischer Wind empfing uns, als wir an der Gnadenalm bei Obertauern aus dem Auto stiegen. Der Wetterbericht hatte Föhnsturm mit Windgeschwindigkeiten bis 120 km/h vorausgesagt, deshalb entschlossen wir uns eine Skitour mit Hüttenunterstützung zu gehen. Die Wahl fiel auf die hervorragend bewirtschaftete Südwienerhütte. In ca. 1 ½ Stunden stiegen wir von der Gnadenalm auf und kehrten zu einem ersten Aufwärmen ein. Das Wetter hatte sich bereits während des Aufstieges in unserem Bereich etwas beruhigt, so stiegen wir zum Hausberg der Hütte, dem Spirzinger auf,  Thomas und Lisa brachen in Richtung Kleiner Pleißlingkeil auf. Während des Aufstieges und besonders am Gipfel bot sich uns ein atemberaubendes Schauspiel, Saharasand färbte den Himmel in allen erdenklichen gelben, roten und braunen Tönen, dazu am Horizont die gewaltigen weißfarbenen Föhnwalzen.


Am Spirzinger

Nachdem alle am Gipfel waren und sich alle satt gesehen hatten, fuhren wir zur Hütte ab, wo wir wieder auf Thomas und Lisa trafen. Einige kehrten wieder ein, einige stiegen nochmals zum Spirzinger auf, während andere den Pulver in Richtung Pleißlingkeil testeten. Um 15.00 Uhr waren dann alle wieder an der Hütte vereint, und gemeinsam wurde ins Tal durch herrlichen Pulver abgefahren. An der Gnadenalm trafen wir dann genau mit den drei langlaufenden Damen zusammen und die Fahrt nach Lessach im Lungau wurde fortgesetzt.

 Faschingssonntag:

Der gestrige Abend hatte nach Bezug des Quartiers und gemeinsamen Abendessen beim Schwaigerwirt für einige noch etwas länger gedauert. Sie hatten noch den Musi-Maskenball besucht! Dennoch waren alle um 9.00 Uhr bereit, als wir direkt von der Pension in Richtung Gumma, den Hausberg von Lessach, abmarschierten. Entlang eines Liftes, vorbei an einigen Bauernhöfen ging es in ca.1 ½ Stunden zur Wildbachhütte. Der Wirt war aber noch nicht da, was eine Einkehr vereitelte. Weiter ging es nun durch lichten Lärchenwald zum Gipfelaufbau. Ab ca. 2200 m gings leider nur noch in der Wolkensuppe weiter. Als alle am Gipfel waren gings bereits wieder an die Abfahrt. 

Wieder dasselbe Bild wie gestern, einige fuhren zum Einkehrschwung zur Wildbachhütte, andere fuhren auf neuer Route ins Tal ab, andere stiegen sofort wieder zum Gipfel auf , wieder andere fuhren auf der Aufstiegsroute ab. Aber irgendwann waren alle wieder auf der Hütte, um sich der dort stattfindenden Faschingsgaudi hinzugeben.

Auch die nicht schitourengehenden Damen kamen, auf der Rodelbahn aufsteigend, am Nachmittag noch zur Hütte. Gegen 15.00 Uhr fuhren die ersten ins Tal. Für drei hieß es anschließend aus terminlichen Gründen Abschied zu nehmen, während sich die verbleibenden Teilnehmer auf den Abend vorbereiteten.

Kaffee an der Wildbachhütte

Bericht: Norbert Zollhauser

Rosenmontag:

Norbert und zwei Teilnehmerinnen hatten uns vorzeitig verlassen müssen, und am Morgen regnete es leider. Beim Frühstück wurde dann über eine Alternative zum Programm nachgedacht. Nach längerem Hin und Her machten wir uns dann doch noch vom Prebersee aus bei leichtem Regen auf den Weg. Nach einer kurzen Pause auf einer Alm ging beim Weitermarsch der Regen allmählich in Schnee über. Die nun schon nassen Felle begannen aufzustollen und die Sicht wurde immer schlechter. Wegen Schneemangel im Gipfelbereich und dem starken Schneetreiben wurde unsere Tour bei einem Marterl kurz unter dem Gipfel des immerhin über 2700m hohen Prebers abgebrochen. Als wir dann alle vereint waren, machten wir uns nach einer kurzen Pause schnell wieder an die Abfahrt. Die Sicht war nun noch schlechter geworden und es schneite sehr stark. So wussten wir auf einmal nicht mehr so recht wo wir eigentlich waren und kamen zu weit nach rechts. Über Stock und kaum verdeckte Steine mussten wir uns eine Abfahrt suchen. Weiter unten im Wald trafen wir auf alte Spuren. Recht abenteuerlich ging es weiter. So kamen wir alle etwas überrascht zu einen Bergbauernhof. Im Schneetreiben tauchte in der Ferne unser Stützpunkt, die kleine Ortschaft Lessach auf. Das letzte Stück ging es etwas durchfroren aber erleichtert zurück zu unserer Unterkunft. Die nassen Sachen wurden zum Trocknen aufgehängt und nach einer Dusche war dann die Welt wieder fast in Ordnung. Nach einem super Abendessen wie zu Omas Zeiten waren wir dann alle wieder zufrieden und es wurde etwas später, denn wir hatten ja Faschingsurlaub.


Ungemütliche Rast bei der Prebertour

Faschingsdienstag, Tag der Heimreise:

Das Wetter hatte sich noch nicht so recht gebessert. Die Rechnung bei der Wirtin wurde beglichen.


Gästehaus Macheiner

Dann ging es über Obertauern erst einmal Richtung Heimat. Die Fam. Rotteneicher fuhr gleich weiter nach Hause. Der Rest machte sich vom Wirtshaus Neuhäusl aus über freie Hänge auf den Weg. Vom Sattelbauern aus ging es über eine Forststrasse weiter in die flachen Böden der Lackenalm. Nach einer Pause machten wir uns an den Gipfelsturm durch tiefen Pulverschnee. Das Spuren war mühsam. Trotzdem wurde dann der Gipfel erreicht. Nach einer Pause auf dem 2051 m hohen Lackenkogels machten wir uns an die Abfahrt durch herrlichen, noch unverspurten Pulverschnee. Rasant kamen wir bei den Autos an. Unsere Mädels hatten Heimweh und machten sich gleich auf den Weg. Die Anderen kehrten noch kurz zum Abschluß unseres Faschingswochenendes ein und blickten auf vier schöne Skitourentage im Fasching 2004 zurück.


Aufstieg zum Lackenkogel

Bericht und Fotos: Robert Hanisch , (Norbert Zollhauser )

PS: Im Fasching 2005 geht es in das Villgratental, übernachtet wird im Gasthaus Raiffeisen in Innervillgraten, auch bekannt für ihre hervorragende lokale Küche. Alle Sektionsmitglieder sind recht herzlich eingeladen, aber nur die ersten 20 können mitfahren. Anmeldeschluß 01.12.2004 bei Norbert.

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aktualisiert: 10.12.04 A.H.

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