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Wie sicher ist ein Klettersteig?
(FÜL-Fortbildung 4.-6.10.2015)

Ein Brustgurt, zwei Bandschlingen und 2 große Karabiner, damit waren wir für einen Klettersteig bestens ausgerüstet! So dachten wir jahrelang. Doch im Laufe der Zeit hat sich diese Meinung grundlegend geändert. Heute weiß man: ein Sturz im Klettersteig ist in der Regel gefährlicher als im steilen Kletterfels. Bei einem Ausrutscher im senkrechten Gelände 2 bis 3 m über der letzten Drahtseilbefestigung verhindert auch bestes Material nicht schwerste oder gar tödliche Verletzungen. Leichtgewichte und besonders Kinder haben auch bei so einer geringen Sturzhöhe keine Überlebenschance.

Diese Erkenntnis zwingt zur Beherrschung der nötigen Sicherungs- und Rettungstechniken. Dies den Tourenleitern zu vermitteln war Schwerpunkt unseres Fachübungsleiter-Fortbildungskurses in Weißbach bei Lofer. Dort sind, beginnend im Tal 5 Minuten hinter dem Gasthaus, 3 Klettersteige angelegt. Die Zahme Gams, die Weiße Gams und die Wilde Gams. Die Schwierigkeiten steigern sich von B/C bis E/F.

Wird beim DAV die Begehung eines Klettersteigs angeboten, ist davon auszugehen, dass alles für die Sicherheit der Teilnehmer nötige beachtet wird. Aber das Allerwichtigste: es sollte sich jeder selbst kritisch einschätzen und diese sauschweren Sportklettersteige, die im Grunde genommen keine Berechtigung haben, meiden.

Aois Herzig



Ablassen mit Bremsplatte

Am Beginn der Zahmen Gams

In der Zahmen Gams

Klettergriffe wie in der Kletterhalle

Quergang in der Weißen Gams

Nachsichern mit dem Belay Kit

Bandschlingenknoten legen

Bandschlinge als Hilfe bei
großen Ankerabständen

Seilsalat bei der Rettung unvermeidlich

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aktualisiert: 11.10.2015 A.H.

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