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Faschings-Skitouren-Wochenende 25.-28.2.2006
Wieder wie erwartet ein voller Erfolg!

Als Ausgangspunkt für die Faschingsskitouren 2006 hatte diesmal der Nori das Johnsbachtal in der Steiermark ausgesucht. Die gleichnamige Gemeinde mit gerade einmal 168 Einwohner liegt eingebettet zwischen den Ennstaler Alpen und dem Gesäuse, 16 Kilometer südöstlich von Admont im Ennstal.

Beim Kölblwirt, zugleich Bürgermeister des Ortes, waren alle 25 Teilnehmer bestens untergebracht. Aber zunächst war bei der Anreise gleich eine Eingehskitour angesagt. Vom Ennstal, gut 30 Kilometer nach Schladming, bogen wir rechts nach Donnersbach ab. Bei Donnersbachwald kurz vor Talschluß begann eine breite, bequeme Rodelbahn, über die wir gemütlich die Mörsbachhütte erreichen konnten. In gleicher Richtung gingen wir gleich weiter und erreichten über einen unverspurten Nordhang den Gipfel der Schwarzkarspitze (1996 m). Die anschließende Abfahrt im frischen, lockeren Pulverschnee ließ die Verhältnisse erahnen, die wir in den nächsten Tagen zu erwarten hatten. Auch der letzte fand noch einen unverspurten Streifen, in dem er sich (bis zum nächsten Schneefall) verewigen konnte.


Kurz vor der Mörsbachhütte

Steiler Gipfelhang an der 
Schwarzkarspitze

Alle Teilnehmer vor der Mörsbachütte
(jeder kann 2 x vergrößert werden!)
Die Einkehr in der jetzt zum Glück neu geführten Mörsbachhütte rundete die erste Tour, aber nicht den ersten Tag ab. Denn bei der Einladung hatte Nori bereits darauf hingewiesen, dass in der ersten Nacht beim Kölblwirt die Hölle los sei. Bei dem traditionellen Maskenball soll es hoch her gehen, jeder soll sich entsprechend ausstatten. An dieser Stelle einige persönliche Eindrücke des Verfassers: es war für mich als unerkannter vogelgrippefreier Gockerl in einem vor vielen Jahren prämierten Kostüm einfach ein Erlebnis! Die Einheimischen hielten mich für einen der ihren und unsere Leute erahnten erst meine Identität, als ich unsere Mädels zum Tanzen aufforderte. Die Nacht war sehr, sehr kurz!

Dies sollte aber keine Grund sein, am Sonntag nicht gleich zur nächsten Skitour zu starten. Die Sicht zum Leobner (2036 m) hinauf ließ zu wünschen übrig. Die Gipfelstunde wurde zur Anziehminute bei eisigem Wind. Erst in einer Mulde war an eine Rast zu denken, bei der Herbert - er hatte seinen 52sten Geburtstag - jedem ein Glas Sekt in den Teebecher spendierte. Die Abfahrt vom Leobner Törl zur Grössinger Alm gestaltete sich als ein einziges Schweben. Auf den Geschmack gekommen legte ein Teil nochmals die Felle an und nahm noch den Gscheideggkogel mit. Auch hier ließ nach der Überschreitung des langen Gipfelrückens die Abfahrt im lichten Wald keine Wünsche offen. In der Zwischenzeit amüsierten sich die anderen als Zuschauer bei einem Gaudi-Skirennen am einzigen Schlepplift des Tales.


Auf dem Weg zum Leobner

Leobner-Gipfelrast

Prost! Herbert gibt eine Runde Sekt aus

Suchbild: die halbe Gruppe im 
Pulverschnee- und Sektrausch

Am Gscheideggkogel

Nostalgie-Faschings-Skirennen
am Johnsbacher Skizirkus

Für den nächsten Tag war eine Besichtigung des Admonter Stifts mit seiner Klosterbibliothek angesagt. Deshalb gab es zwei verschiedene Skitouren. Die einen peilten den Sonntagskogel an, während die anderen, die Mittag nicht am Haus sein mussten, aufs Blaseneck (1969 m) gingen. Zum Sonntagskogel sei noch gesagt: Er wurde von uns zum Spitzkehrenkogel umbenannt. Denn der Anstieg zog sich kompromisslos in einem steilen Hochwald und in einer bis 40 Grad steilen Rinne nach oben. Wer die Kickkehre nicht beherrschte, hatte arge Probleme. Mittlerweile besserte sich das Wetter zusehends. Für uns in Admont war dies nicht so wichtig, aber die zweite Gruppe konnte nur noch von ihren Hängen, der Sicht und dem Schnee schwärmen.


Erste Sonnenstrahlen 

Am Gipfelrücken des Sonntagskogels

Klosterbibliothek in Admont

Hier der Bericht von Nori über seine Montagstour:
"Endlich Sonne beim Abmarsch frühmorgens zum Blaseneck, der Reichenstein frischverschneit thronend direkt über Johnsbach. Nur kurz den Anblick genießend und schon verschwanden wir 12 Nordwandgesichter im schattigen Forstraßenaufstieg zur Wölgeralm. 2,5 Std benötigten wir für die lange, nur 500 Hm gewinnende Forsttrasse, dann aber gings rasch bergan zum Gipfelgrat des Blasenecks, wo uns die Sonne wieder empfing. Das Blaseneck machte seinen Namen alle Ehre, saukalt und schneidend fegte der Wind über den Gipfel und trieb uns rasch in die wartenden Pulverträume hinab zur Breitenbergeralm. Während die Rotweinfraktion die Sonnenwärme an der Alm frönte machten sich 7 Pulversüchtige auf, um die verheißungsvollen Pulverhänge der Leobnerwestseite zu erobern. Nach gut einer Stunde spuren im Pulver kam vor den Windgangeln gut 100 m unter dem Gipfel der Umkehrpunkt. Durch und durch gingen die Freudensjuchizer die Hang für Hang folgten.
Viel zu schnell schon waren wir wieder im Tal angelangt wo uns eine heiße Sauna die Kälte aus den Knochen trieb"


Aufstieg Blaseneck

Aussicht zum Reichenstein

Pulverschneeträume an der Westseite 
des Leobners

Für den letzten Tag riskierten wir einen Abstecher in die Gesäuseberge. Sind auf der Sonnenseite die Schneeverhältnisse ebenso perfekt, fragten wir uns? Ja! Sie waren nicht mehr zu überbieten. Wenngleich uns zwei einheimische Tourengeher mit Hinweise auf eine hohe Lawinengefahr vergeblich die Tour vermiesen wollten. Wir waren die ersten, die zum Hochhalsl (ca. 2050 m) eine neue Spur anlegen konnten. Uns gehörten dann natürlich auch die unberührten 700 Höhemeter bis zur Pfarreralm. Und die Sonne war endlich gnädig und bescherte uns das passende Fotolicht. Zu guter Letzt fanden wir noch die Ebner Alm, ein Tipp unserer Gastwirtin. Denn dort bahnte sich noch ein Faschingstreiben an und wir konnten hier bei einer gemütlichen Einkehr die Skitage abschließen. Nori hätte gemeint, es waren ca. 5000 Höhenmeter, die wir gegangen sind. Die Gehzeiten: unwichtig!


Unser Gasthaus

Aufstieg zum Hochhalsl

An der Pfarreralm

700 Höhenmeter in so einem Schnee!!

An der Ebner Alm

Die letzten Meter durch eine Klamm

Für mich persönlich war es eine Widerholung der Dreikönigs-Skitouren des DAV Tittmoning. Auch wenn meine Wunschtouren nicht angegangen werden konnten, war es doch wieder ein Erlebnis, mit dieser Faschingsskitourenschar unter der Leitung von Nori unterwegs gewesen zu sein. Also: bis zum Fasching 2007!

Die Teilnehmer:  (zum durchblättern)

Ein großes Fotoalbum mit allen Aufnahmen von Nori kann hier

 geöffnet werden

Bericht: Alois Herzig
Fotos: Sepp Groeber, Norbert Zollhauser , Alois Herzig

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aktualisiert: 06.03.06 A.H.

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