KontaktEmail
 

Klettern am Gardasee
Gemeinschaftstour vom 28.4. bis 1.5.2006

Hier ein Bericht von einer kleinen Truppe ( 13 Personen ), die auszog, den nun doch schon recht langen Winter, zu beenden.

Das verlängerte Wochenende, mit dem Montag ( Tag der Arbeit ), war hierzu einfach genial. Man macht am Freitag blau und hat dann so richtig Zeit, um sich zu erholen.

Unsere Gruppe konnte eigentlich gar nicht unterschiedlicher sein. Vom immer erfolgreicher werdenden Triathleten, von Junggebliebenen, bis hin zum einfachen, die wärmende Sonne suchenden Urlauber, war alles dabei. Die Einen wollten klettern oder einen neuen Klettersteig gehen. Die Anderen waren eher auf das Radeln oder einfach auf einen Urlaub mit Shopping, Sonne und südlichem Flair eingestellt.

Lazise war geplant, aber ich war mit der Anmeldung etwas spät dran und konnte unsere, nun doch etwas angewachsene Gruppe, bei der Tante Hilde nicht mehr unterbringen. Also machte ich mich auf die Suche nach einer neuen  Unterkunft und fand diese dann auch mit Hilfe der Anita. Hier ein herzliches Dankeschön für Ihre Bemühungen. Dann, nach einigem Hin und her, war auch dieses Problem gelöst.

Der Armin und die Anita waren schon am Mittwoch gefahren, weil Sie am Samstag wieder zurück sein wollten.

Der Wetterbericht war gar nicht gut. Ein Italientief und schlechtes Wetter in Deutschland stritten sich, welches wohl stärker sein würde. Eine schwere Entscheidung stand bevor. Ich entschloss mich dann doch zu fahren, da es daheim wahrscheinlich noch schlechter war wie im Süden. 

Am Freitag morgen machten wir uns dann zu dritt auf den Weg. Mit drei Radl, der Kletterausrüstung, usw. kam ich mir dann fast wie ein Türke vor, die mit Ihrem Ford – Transit auf die Reise gehen. Der Alois war schon vorrausgefahren. Die Anderen hatten noch zu arbeiten und wollten dann nachkommen.

Bei strömenden Regen ging es dann über den Brenner. Erst in Bozen wurde es dann etwas heller. Der Armin wurde angerufen und kam uns nach Mori entgegen.

Die weitere Beschreibung unseres Wochenendes am Gardasee könnte so lauten : Via verrata Monte Albano, Für den Nächsten Tag: Anstieg über Weg 404, Klettersteig Via dell Amicizia, Abstieg Weg 418 und dann noch mal, wie gehabt: Via verrata Monte Albano und für den nächsten Tag Klettergarten 14A in Arco, Pizza und Rotwein am Abend.

Aber das wäre zu einfach. Schon die Beschreibungen des Klettersteiges in Arco gingen auseinander. Je nach Beschreibung, war so alles dabei, von  sehr schwierig bis furchterregend. Auf was hatte ich mich da, nach dem langen Winter eingelassen? Nun, zu fünft, machten wir uns an den Einstieg. Es ging, nach dem langen Winter, ohne Felskontakt, trotzdem ganz gut. Durch die senkrechte Wand wurde dann der Ausstieg in des Monte Albano 565m erreicht, Eigentlich war es gar nicht so schlimm gewesen. Nach cica 3 Std. kamen wir wieder zu den Autos. Der Auftakt für das Wochenende war geglückt. Am Abend trafen dann unsere Nachzügler ein.

Bei einem Regenschauer ging es dann  in eine, von außen eher unscheinbare, aber im inneren super Pizzeria, mit günstigen Preisen.

Am nächsten Morgen waren dann die höheren Gipfel frisch angezuckert. Es war Schnee gefallen, Die Sicht war erstaunlich klar uns so machten wir uns zu dritt mit den Radln und einem, Auto auf den Weg. Der Zustieg zum Klettersteig: Via dell´ Amicizia, auf den immerhin 1260m hohen Cima SAT wurde erreicht und nach einer kurzen Pause ging es dann, mit Klettersteigset  bewaffnet, weiter. Über lange Leitern ging es auf den Gipfel, wo uns atemberaubende Tiefblicke auf Riva, Segler uns Surfer erwartenden. Nach einer Gipfelbrotzeit ging es die gut 1000Hm runter auf ein Weißbier in die erst beste Hafenkneipe. Das Weißbier, wir hatten uns verdient und es schmeckt gut,auch wenn es etwas überteuert war. Dann mit den Radl zurück  in unsere billige, aber dennoch schöne Absteige, nach Arco.

Am nächsten Tag, eigentlich war was anderes geplant, ging es dann wieder nach Arco Der Klettersteig auf den Monte Albano ist einfach schön. Man geht mitten im Ort weg, durch eine atemberaubende Wand und hat nun, nach der etwas ungewissen Erstbegehung des Steiges, noch mehr Vergnügen. Wir waren nun zu siebt. Das Wetter war noch besser wie am  Freitag und so lagen wir zufrieden am Ausstieg in der Sonne.

Für uns hatte der Sommer nun seinen Einzug genommen.

Leider verspäteten wir uns dann etwas. Für den Nachmittag hatten wir uns mit den Normalurlaubern in Riva auf einen Kaffee geeinigt. Zu dritt, die Barbara, der Herbert und ich, machten uns mit den Fahrrädern auf den Weg. Die Ora, ein Thermikwind, der sich erst am Nachmittag aufbaut, wehte uns entgegen. Leider übersah die Barbara in Arco einen Randstein und stürze. Tapfer, mit hängender Schulter ging, es an Würmer suchenden Anglern vorbei,  nach Torbole.

Beim Einkehrschwung , den im Trapez hängenden, den Wind ausnutzenden Surfern, zuschauend, war ich von einer leisen Wehmut geplagt, da ich früher auch schnell mit dem Surfbrett unterwegs war, rief ich dann den Alois an. Die Barbara wurde ins Auto geladen und heimgeschickt. Dann machte ich mich mit dem Herbert , von der Ora getrieben, mit dem Radl, auf den Weg. In Rekordzeit ging es zurück nach Arco.

Die Barbara wurde verarztet und nach einer Dusche ging es runter nach Arco zum Essen. Dann, wieder daheim, wurden noch die restlichen Rotweinvorräte vernichtet,  da für den nächsten Tag die leider nun doch schon die Heimreise ansteht.

Die ganze Kletterausrüstung hatten wir mitgenommen und eigentlich noch nicht genutzt. Zum Abschluss von unserem verlängertem Wochenende, ging es dann noch zum Klettern. Nun, nur noch zu viert, die Huber Regina musste eher heim ging es in den Klettergarten A14 am Burgfelsen in Arco. Hier kann man sich, sprichwörtlich gesehen, so richtig die Zähne ausbeißen. Vom  Dreier, bis hin zum guten Sechser, sind die Routen perfekt abgesichert. Diese Routen entlohnen, den circa eine vierteln Stunde dauernden Zustieg, allemal. Langsam anfangend, steigerten wir uns dann bis an die Grenze, des von uns noch machbaren. Ein, für einen Nichtkletterer etwas sinnloses Unterfangen. Wie kann man sich auf die wenigen Höhenmeter so in eine Sache reinsteigern? Aber wenn es Spaß  macht, warum eigentlich nicht? Im nachhinein schaue ich nun , genau gesehen, auf ein eher unproduktives Wochenende zurück, Eigentlich haben wir gar nichts zerrissen. Aber ich glaube, gerade solche, in das normale Schema nicht einzuordnende Aktionen, sind  gerade deshalb schön. Sie lassen uns noch einen Freiraum um etwas zu spinnen, was ein normal denkender sicher nicht versteht.

PS: Spinnen macht Spaß oder nicht?

Bericht: Robert
Fotos: Holger, Regina, Robert

Hier die Fotos unseres Gardasee-Ausflugs:

Unser Haus Agritur Michelotti in Bolognano und Klettern an Arcos Felsen

Klettersteig in Mori

Klettersteig Via dell Amicizia

 

Fotos und Verlauf der Alternativtouren mit dem MTB können 

hier 

auf einer anderen Homepage abgerufen werden.

Zur Homepage des DAV Teisendorf

aktualisiert: 13.05.06 A.H.

Zum Seitenanfang

Sollten Sie auf dieser Seite einen Fehler entdecken, dann bitte eine Email an info@dav-teisendorf.de senden!