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Mit dem Mountainbike von Teisendorf nach Bozen
4.-8.8.2006

Nach einer mehrwöchigen Hitzeperiode kam nun der Wettersturz. Schnee bis unter 2500m, Wind, Regenschauer … kurz gesagt, ein Sauwetter. Und wir, 8 Frauen, 6 Männer wollen über die Alpen nach Bozen radeln. Eigentlich könnte man das Unternehmen auch absagen, aber davon scheint keiner etwas wissen zu wollen!

Freitag, 4.8.2006, Traunstein – Kirchberg - Aschau

Um nicht gleich von zu Hause in den Regen zu starten, mache ich den Vorschlag bis Kirchberg in Tirol (837m) mit dem Zug zu fahren. Also treffen wir uns um 12:00 Uhr am Bahnhof in Traunstein. Bis auf Maria, Hermann, Johanna und Reinhard, die sind bereits am Morgen mit dem Rad Richtung Tirol gestartet, weil Zug fahren nur etwas für "Weicheier" ist. Also sind wir noch zu neunt, einer hat doch noch vor dem Wetter kapituliert. Als wir gegen 15:00 Uhr in Kirchberg ankommen haben wir Glück und es regnet gerade nicht. So kommen wir nach ca. 9 km an der Oberlandhütte (1011m), unserem ersten Nachtquartier, trocken an. Wir genehmigen uns einen Kaffee in der gemütlichen Gaststube und erwarten die vier Harten, die auch nach ca. 1 Std. eintreffen. Sie haben immerhin 104km und ca. 1100 hm hinter sich.
Da es immer noch nicht regnet, beschließen die 9 Zugfahrer noch einen kleinen Ausflug bis zur Stockeralm (1400m) zu machen. Bei der Abfahrt erwischt uns aber dann doch der erste Regenschauer. Der erste Einsatz für unsere Regenkleidung.


Auffahrt zur Stockeralm

Christa, Franz und Albert

Hermann und Maria

Klara und Heinrich

Maria, Annemarie und Andrea

Reinhard und Johanna

Samstag, 5.8.2006, Aschau – Stangenjoch – Wildkogel – Neukirchen a. G.

Der Wetterbericht hat für heute eine kurze Wetterberuhigung vorhergesagt. Tatsächlich, am Morgen regnet es nicht. Wir starten in Richtung Stangenjoch (1713m). Zuerst geht es gemächlich aufwärts bis zur Rettensteinalm (1430m), bevor der Weg etwas rauer wird und die Räder auch mal geschoben werden müssen. Wir wollen noch bis zur Baumgartenalm (1400m) abfahren und dort eine längere Pause einlegen. Dort wird uns ein herzlicher Empfang bereitet. Es gibt einen gemütlichen Platz in der Stube, Käse aus der eigenen Käserei und eine Runde Schnaps vom Wirt, was will man mehr. Das Wetter hält und so ist es gar keine Frage, ob wir noch auf den Wildkogel fahren. Gut gestärkt nehmen wir die 800hm lange Auffahrt über die Grundalm in Angriff. Die Auffahrt wir doch anstrengender als gedacht, so flach wie sie aussieht ist die Straße dann doch nicht. Leider zieht gerade als wir die Bergstation der Wildkogelbahn (2127m) und damit unseren höchsten Punkt erreichen, ein Regenschauer auf und es wird bei nur 5 Grad ziemlich ungemütlich. Wir verpacken uns deshalb so dick wie möglich, denn es liegen immerhin 1300hm Abfahrt vor uns. Auf halbem Weg hört der Schauer auf und bei der Ankunft im Pinzgauer Talboden scheint dann sogar die Sonne und wir genießen die letzten 5 km auf dem Salzsach-Radweg bis nach Neukirchen am Großvenediger (858m) wo wir uns im Hotel Hubertus einquartiert haben. Im Angebot enthalten ist auch die Benutzung der Saunalandschaft, die wir vor dem Abendessen noch mal so richtig genießen.


Bei der Baumgartenalm

Unser Weg zum Stangenjoch.....

Sonntag, 6.8.2006, Neukirchen – Gerlospaß – Mayrhofen im Zillertal – Breitlahner

50 l pro qm – so lautet die Prognose für diesen Tag, die Albert bei einem Arbeitskollegen im Wasserwirtschaftsamt erfragt, nicht unbedingt die besten Aussichten. Wir genießen deshalb ausgiebig das Frühstücksbuffet, bevor wir uns die 700hm Auffahrt zum Gerlospaß (1531m) vornehmen. In Wald, am Beginn der alten Gerlosstraße fängt es dann auch prompt zu Regnen an. Was bei der Auffahrt noch ganz akzeptabel ist wird bei der ewigen Abfahrt (ca. 1000hm, 25km) ins Zillertal schnell zur Qual. So sind wir alle froh, als wir Zell am Ziller (575m) erreichen. Dort fallen wir wie die Räuber in ein Gasthaus ein. Der Ober war sich sicherlich nicht bewusst auf was er sich eingelassen hat, als er meine Nachfrage nach 13 Plätzen für nasse Mountainbiker mit "Ja" beantwortet hat. Der Regen hat mittlerweile aufgehört und so können wir die Auffahrt nach Mayrhofen und von dort über Ginzling bis zum Breitlahner (1256m) noch mal richtig genießen. Je schlechter das Wetter, desto lustiger der Hüttenabend! Nach dieser Devise geht es beim G'stanzl-Singen nach dem Abendessen zu. Da sind die Wetteraussichten für den Montag gar kein Thema mehr.


Im Zillertal

Hüttenabend Breitlahner

Montag, 7.8.2006, Breitlahner – Schlegeisstausee – Pfitscherjoch – Sterzing – Klausen

Ich hoffe, dass das Geplätscher vor dem Zimmerfenster vom Brunnen kommt. Leider ist es doch die Dachrinne, die da pausenlos vor sich hin gurgelt. Als wir beim Frühstück sitzen, regnet es bereits in Strömen, es ist windig und hat nur 12 Grad. Vor uns liegt die 600hm lange Auffahrt bis zum Schlegeisspeicher (1800m) und dann noch mal gut 400hm bis zum Pfitscherjoch (2275m). Ein Anruf bei Martin, der mir von zu Hause die aktuellen Wettermeldungen mitteilt, bestätigt meine Hoffnung, dass es auf der Alpensüdseite besser aussieht. Immerhin sollen es in Brixen bereits über 25 Grad und keine Niederschläge sein. Das steigert die Motivation sich durch das Wetter zu kämpfen. Am Pfitscherjoch liegen dann einige harte Stunden hinter uns. Allerdings kommt nach einer wilden Umziehaktion im Pfitscherjoch-Haus schnell wieder eine Gaudi auf. Vor allem als sich die Wolkendecke hebt und der Blick auf die frisch verschneiten Berge rundum und hinunter ins Pfitschertal frei wird. Nachdem wir uns gut gestärkt und aufgewärmt haben, hüllen wir uns wieder gut ein, und machen uns an die Abfahrt. Bereits im Pfitschertal spüren wir die warme Südtiroler Luft und kurz vor Sterzing können wir dann endgültig auf kurze Radlkleidung umstellen. Das Wetter wird kontinuierlich besser und in Brixen können wir dann schon ein Eis genießen, bevor wir die letzten Kilometer bis nach Klausen (523m) zum Brunnerhof, unserer letzten Unterkunft, fahren.


Vor dem Gashaus Breitlahner

Am Pfitscherjoch

Pfitschertal

Abfahrt Pfitscherjoch

Dienstag, 8.8.2006, Klausen – Villanders – Rittner-Horn – Klobenstein – Bozen

Bereits am Morgen werden wir von der Sonne begrüßt. Eine Tatsache, die man nach den vergangenen 4 Tagen so richtig zu schätzen lernt. Nachdem wir unser Räder durchgecheckt haben machen wir uns auf den Weg durch die Altstadt von Klausen und dann hinauf nach Villanders (880m). Es ist ein Genuss auf der gleichmäßig ansteigenden Straße Kehre für Kehre durch die Weinberge zu radeln. Langsam zählt der Höhenmesser die 1700hm herunter, die wir bis zum Rittner Horn (2260m) vor uns haben. An der Gasser Hütte (1744m) endet die Asphaltstraße und wir machen eine ausgiebige Mittagspause. Nun führt der Weg über die weiten Almflächen der Villanderer Alm bis zum Gipfel, wo wir dann mit einem herrlichen Panorama  belohnt werden. Vom schlechten Wetter ist nicht mehr die Rede und wir freuen uns auf die 2000hm lange Abfahrt nach Bozen. In Unterinn lassen wir die Tour bei einigen Cappuccinos und Apfelstrudel mit Vanilleeis langsam ausklingen und surfen anschließend noch die letzten Kehren nach Bozen hinunter, wo wir wie vereinbart vom Busunternehmen Kirchner abgeholt werden. Die Rückfahrt wird wieder ziemlich lustig und wir lassen die Tour noch mal Revue passieren.


Auffahrt nach Villanders

Am Ritten

Am Ritten

In Bozen vor der Heimfahrt

Zum Schluss möchte ich mich noch mal bei den Teilnehmern der Tour für den Zusammenhalt und die Einigkeit bedanken, ohne die diese Mountainbiketour bei den teilweise widrigen Wetterverhältnissen bestimmt nicht möglich gewesen wäre!

Heinrich Mühlbacher
Tourenleiter

Teilnehmer:
Klara Stief, Resi u. Franz Baumgartner, Johanna u. Reinhard Erlacher, Andrea Trattler, Annemarie Müller, Maria Huber (Trostberg), Christa Würnstl, Albert Enzinger, Maria Huber (Otting), Hermann Meyer, Heinrich Mühlbacher

 

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aktualisiert: 14.08.06 A.H.

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