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Tourenwoche ins Stubaital
1.9. bis 8.9.2007

Am Samstag den 1. September 2007 war es so weit, der Wetterbericht für diese Woche war alles andere als geeignet für eine Woche in den Bergen. Der Sonntag und vielleicht wenn wir Glück haben geht sich der Montag noch für eine Hochtour aus. Darum ging es am Sonntag gleich nach dem Frühstück los um die besagten zwei schönen Tage zu nutzen.

1. Tag:
Unser Ziel die Rinnenspitz 3003 m. Mit dem Auto Auffahrt bis zur Oberrissalm, am gebührenpflichtigen Parkplatz stellten wir unsere Autos ab und gleich ging es zu Fuß weiter zur Franz Senn-Hütte. Nach kurzer Pause weiter zum Rinnensee. Jakob und ich setzten uns von der Gruppe ab und nahmen den kurzen aber nicht leichten Klettersteig Edelweiß. Weiter oben trafen wir wieder auf den Weg und bald darauf auf die Anderen. Nach einer Trinkpause unterhalb des Rinnensee stiegen wir weiter auf zum Gipfel. Das letzte Stück, der Gipfelgrat, war recht ausgesetzt aber gut versichert. Alle 15 Teilnehmer erreichten die 3003 m hohe Rinnenspitz, wobei zwei Mitglieder das Erstemal auf 3000 m standen. Nach verdienter Rast und dem Gipfelfoto folgte der Abstieg zur Franz Senn-Hütte bei einen Bier oder Kaffee beobachten wir Maria und Anna wie sie den Klettersteig nachholten. Gemeinsam brachten wir den Abstieg bis zu unseren Autos hinter uns.

2. Tag:
Es sollte laut Wetterbericht der schönste Tag werden in dieser Woche und den wollten wir noch nutzen so gut es ging. Mit dem Auto zur Talstation Mutterberg und gleich weiter mit der Gondelbahn zur Mittelstation Fernau. Der Klettersteig Fernau war für sieben von uns das erste Ziel. Über den Ostpfeiler des Egenesngrat verläuft der sehr steile und luftige Steig, er gehört zu den schönsten Steiganlagen Tirols und bekam besonderes Lob von Pit Schubert dem Bergsteiger und Sicherheitsexperten. Der Rest der Gruppe stieg über den normal Weg auf und alle erreichten wir unser Ziel. Nach der verdienten Brotzeit kam der gemeinsame Abstieg zum Ausgangspunkt der Dresdener-Hütte. Da die Zeit drängte und die Wetteraussichten für den späten Nachmittag nicht die Besten waren ging es gleich weiter. Wieder teilte sich die Gruppe, eine kleinere Schar zog es vor über das Peiljoch am Gletscherrand von Zuckerhüttl und Wilden- Freiger an den lebensgroßen Steinmandeln vorbei und über den Wasserweg zur Sulzenauer- Hütte zu gelangen. Der größere Teil unserer Mannschaft stieg zum Großen Trögler (2903 m) auf und über den Grat und sehr steilen Sulzen zur Hütte ab. Gestärkt und gut erholt verließen wir die Sulzenau-Hütte um gemeinsam abzusteigen. Es begann leicht zu regnen als die Sulzenalm hinter uns lag und noch bevor wir die Stubaistraße erreichten wurde der Regen immer stärker. Gott sei Dank hatten wir in der Früh ein Fahrzeug an der Straße abgestellt um die Fahrzeugführer schnell zum Parkplatz der Talstation bringen zu können. Etwas feucht aber wohlbehalten kamen alle im Hotel an und einen gemütlichen Abend stand nichts mehr im Wege.


Klettersteig Fernau

Ostkante Klettersteig

Ausstieg Klettersteig

Brotzeit mit Blick zum Wilden Freiger

Gipfelrast am Großen Trögler

Wilder Freiger und Zuckerhütl

3. Tag:
Der Dienstag war ein verregneter Tag. Er hat sich bereits in der Nacht angemeldet, Regen und Nebel begleiteten uns auch den ganzen Tag. Ein Almtag mit Einkehr war angesagt, von Milders zum Bichlerhof und über die Forststraße zur Brandstattalm. Der Regenschirm war uns ein treuer und wichtiger Begleiter an diesen Tag. In der Alm ging es gleich richtig zur Sache. Der alte Hüttenwirt war bis zum Eintreffen seines Sohnes regelrecht überfordert, da auch noch andere Gäste bedient werden wollten. So half gleich Maria in der Küche und beim Herrichten der Getränke mit und alle hatten in kürzester Zeit ihr Bestelltes. Da ein Bekannter des Wirtes uns mit seiner Gitarre und mit lustigen Tiroler Liedern unterhielt, verging uns der Nachmittag viel zu schnell. Zum Abstieg  wählten wir den steileren aber dafür kürzeren Steig um rechtzeitig zum Abendessen im Hotel zu sein.

4. Tag:
Es hat Übernacht bis fast ins Tal herunter geschneit, so hatte es keinen Sinn höher hinauf zu gehen. So fuhren wir alle mit unseren Autos über den Brenner bis Brixen und noch hinauf bis Feldturns. Ab hier wanderten wir bei angenehmen Temperaturen  nach Kloster Seben  und über Aldein zurück zum Ausgangspunkt.

5. Tag:
Am Donnerstag war das Wetter auch nicht viel besser, aber wenigstens konnten wir am Vormittag den Regenschirm in den Rucksack  packen. Mit sechs Leuten ging es vom Hotel aus über Neder ins Pinnistal. Der Besinnungsweg führte uns, den mit viel Liebe, in Abständen aufgestellten geschnitzten Motivtafeln  versehen bis zur Inssenangeralm. Weiter folgten wir der Forststraße bis zur Pinnisalm (1560 m),wo wir uns nach drei Stunden Marsch eine Brotzeit verdient hatten. Gut gestärkt begann der Aufstieg zum Panoramaweg über diesen wollten wir die Elferhütte erreichen. Mit der Höhe wuchs auch die Neuschneedecke und die Markierungen waren schwer zu finden, aber mit viel Mühe erreichten wir die Elferhütte doch. Die erste Überraschung die Elfer-Hütte hatte Ruhetag und so stiegen wir gleich ab zur Bergstation in der Hoffung die Bahn für den Rest des Weges benutzen zu können. Verzweifelt schauten wir nach der Elferbahn. Leider war auch sie verschlossen und die zweite Überraschung war perfekt, so blieb uns nichts anderes übrig als die letzten 1000 hm auch noch ab zusteigen. Alle haben tapfer durchgehalten und gut mitgezogen, es war nicht ganz einfach für Maria, Anna, Brigitte, Kathi, Jakob - danke - nach 7,15 Stunden waren wir wieder im Hotel. Die anderen machten auf der anderen Seite des Tales eine Almtour mit gemütlicher Einkehr. Zum Abendessen waren alle wieder pünktlich auf ihren Plätzen.


Aufstieg zum Panoramaweg am Elfer

Am Weg zur Elferhütte

"Winterwanderung"

6. Tag: Wanderung zur Schwarzenberg-Hütte.
Pünktlich um 9 Uhr ging es los durch den Ort und gleich auch steil bergauf bis auf circa 1600 m. Ab hier bewegten wir uns im Schnee und Matsch bis zur Kasserstatteralm und im tiefer werdenden Schnee zum Starkenburger-Haus auf 2250 m. Die Einkehr in der unbeheizten Stube war nicht von langer Dauer, eine warme Suppe und etwas zu trinken und es ging wieder an den Abstieg. Beim Oberen-Kartnallhof stärkten wir uns noch bevor das letzte Stück des Weges zurückgelegt wurde. Die meisten schauten noch beim Bauernmarkt in Neustift vorbei, um noch einiges einzukaufen. Beim Abendessen überraschten uns die Wirtsleute von unseren Hotel Augarten mit einem Stamperl Schnaps wie schon bei der Begrüßung und bedankten sich so bei uns, daß wir trotz des schlechten Wetters so tapfer durchgehalten haben und immer guter Dinge waren. Das von Familie Schöpf hervorragend geführtes Hotel mit freundlichen Personal hat uns diese Woche so angenehm wie möglich gemacht. Ich glaube bei so einem guten Haus wie dem Hotel Augarten mit vorzüglicher Küche wird mancher irgendwann wiederkommen, egal ob Sommer oder Winter. Alle sind wir wieder gesund zurückgekommen, die Woche war unfallfrei geblieben. Ich danke allen die dabei gewesen sind, besonders beim Jakob für seine Hilfe, er hat mir sehr vieles abgenommen. Beim Singen und bei so manchen viertel Wein ging mit diesen Abend die Tourenwoche zu Ende

Bericht und Fotos: Franz Waldhutter

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aktualisiert: 13.10.07 A.H.

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