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Skitouren im Lesachtal
02. bis 05. Februar 2008

Das Faschingswochenende stand vor der Tür, das uns dieses Jahr ins Lesachtal führen soll: ein Ziel, das Nori für uns ausgesucht hat mit Stützpunkt Gasthof Paternwirt in Maria Luggau (1.179 m).

Die Anfahrt führte uns durchs Felbertauerntunnel, Lienz und den Kartitscher Sattel zu unserer Unterkunft. Nori hat es mal wieder geschafft, eine Riesengruppe (33 Personen) unterzubringen, die Fahrgemeinschaften gut zu koordinieren und Tourenvorschläge bereit zu halten. Nachdem alle erst einmal in Ruhe ankommen konnten, gab es vor dem Tourenstart für alle eine Tourensuppe zur Stärkung. Nachdem die steilen Südhänge sich großflächig aper zeigten, waren wir alle gespannt, was uns das Tal die nächsten Tage bieten würde.

Die Berge waren recht verhangen und so stand für den ersten Tag zum Eingehen die Samalm auf dem Programm, die zu den Lienzer Dolomiten zählt.  Ausgangspunkt war Sankt Lorenzen-Xaveriberg. Flach gings hinauf auf die Alm und so manch einer freute sich schon auf eine gemütliche Einkehr. Schon bald sichteten wir eine Hütte, die aber leider keinen Platz für unsere große Gruppe bot. Dafür gabs vor der Hütte Schnaps für die Madeln. Leo, der edle Spender, selbst Wirt in Sankt Lorenzen, verblüffte uns mit seiner Gastfreundschaft, die man im Lesachtal noch erleben kann. Weiter gings und schon bald erreichten wir das Wegkreuz der Samalm (1992 m). Nach einer Hütte hielten wir vergebens Ausschau – der ganze Berg heißt halt Samalm. Als Abfahrtsstrecke stand eine etwas steilere Variante auf dem Programm, die uns direkt zum Almwellnesshotel „Tuffbad Dörfl“ führte. Wellnessen war heute zwar nicht angesagt, dafür gab es eine gemütliche Einkehr bevor es zurück nach St. Lorenzen und Maria Luggau ging. In diesem Jahr war zum ersten Mal auch für musikalische Unterhaltung gesorgt. Andreas, Horst, Klara und Resi begeisterten uns mit ihren „Stückerln“ an Hackbrett, Zither, Gitarre und Kontrabass. Ein tolles Quartett!

Nachdem der „Tourenleiterrat“ tags zuvor lange tagte standen für heute zwei Ziele auf dem Programm: der Schwalbenkofel, direkt vom Gasthaus aus zu erreichen und das Schönjöchl mit Ausgangspunkt Obergail (beides Karnischer Kamm). Über Nacht hatte es etwas Neuschnee gegeben und wenn auch die Sonne nicht herauskam war es zumindest sichtig. Die aperen südseitigen Hänge schimmerten durch den Neuschnee noch etwas durch. Etwa die Hälfte unserer Gruppe legte die 10 km nach Obergail zurück mit Ausgangspunkt am Mühlenstüberl (ca. 1.100 m). Still ging es hinauf ins Obergailer Tal und weiter in ein schönes Kar bis zum Schönjöchl (2.298 m). Das Kar war beeindruckend und ließ schon beim Aufstieg Abfahrts-Vorfreuden aufkommen. Der Neuschnee reichte aus und das Kar war breit genug so dass sich jeder ein unberührtes Fleckerl suchen konnte. Spätestens beim Brotzeitplatz Obergailer Alm war uns allen klar, warum das Schönjöchl zu den schönsten Skitouren in den Karnischen Alpen zählt. Jetzt war eine Entscheidung angesagt: Wellnessen im Hotel Tuffbad oder nochmal Aufsteigen Richtung Obergailer Joch. Die Entscheidung war schnell getroffen uns so stiegen acht von unserer Gruppe nochmal auf. Eine lohnende Zugabe!

Die andere Gruppe stieg dem Schwalbenkofel auf Dach. Der Anstieg erfolgte auf dem Sommerweg, während die Abfahrt nach den freien Gipfelhängen auf der gerade schön verschneiten Forststraße erfolgte. Da blieb dann nachmittags noch Zeit, das Wellnesshotel „Tuffbad“ mit seiner Saunalandschaft zu besuchen. Auch wenn wir beim Aufstieg schon genug geschwitzt haben, genossen wir die verschiedenen Saunabäder.

Wie bestellt gab es über Nacht wieder etwas Neuschnee und von den aperen Hängen war nichts mehr zu sehen. Da am Vortag beide Touren sehr lohnend waren, wechselten die Gruppen heute einfach nur die Ziele. Der Weg auf den Schwalbenkofel (2.159 m) führte uns von unserem Quartier erst einmal ein kleines Stück abwärts zur Gail bevor es über Wiesen nach Raut und durch lichten Wald wieder aufwärts ging. Wir hatten leichten Schneefall der später abflaute und die Stimmung erinnerte eher an Weihnachten. Am Gipfel war es etwas zugig und so verlegten wir die Brotzeit auf die „Gossenwiesen“, ein idyllischer Platz mit ein paar Hütten. Die tolle Pulverabfahrt verführte natürlich ein paar unserer Gruppe noch einmal aufzusteigen um andere unberührte Fleckerl zu befahren. Der Nachmittag wurde genutzt zum Relaxen oder zu einem kleinen Dorf-Rundgang mit Besichtigung der Wallfahrtskirche. – Auch die Schönjöchl-Fraktion kam voll auf ihre Kosten. Die beiden Kare boten durch den Neuschnee gar noch bessere Verhältnisse als am Tag zuvor. Nach ihrer Tour besuchten sie in Sankt Lorenzen den Leo in seiner Wirtschaft, der sie mit Kaffee, Kuchen, Schnaps und sonstigem bestens versorgte. Kein Wunder, dass sie erst kurz vor dem Abendessen wieder bei uns auftauchten.

Am letzten Tag wurden wir von unserem „Musi-Quartett“ sanft geweckt. Die Fahrer mussten in der Frühe erst einmal ihre Autos vom Schnee befreien. 10 cm Neuschnee hatte es gegeben – außerdem war sonniges Wetter zu erwarten. Als Ziel stand heute der Hohe Bösring (2.324 m) auf dem Programm mit Ausgangspunkt Obertilliach/Biathlonzentrum (1.342 m). Bereits bei der Anfahrt stellte sich dieser Berg als lohnendes Ziel dar. Der Aufstieg durch den verschneiten Wald war sehr stimmungsvoll. Am Gipfel kam die Sonne zunehmend durch – es war windstill und man konnte es gut aushalten bis alle unserer Gruppe heroben waren. Im oberen Teil der Abfahrt musste man wegen überzuckerter Steine etwas aufpassen doch dann versprach der Berg Pulver pur – ein gelungener Abschluss eben. Im Dolomitenhof in Kartitsch gab es dann noch Kaffee, Kuchen und etwas für durstige Kehlen, bevor wir uns alle zufrieden wieder Richtung Heimat machten.

Bleibt nur noch zu sagen: Dank an Nori für die super Organisation und die Tourenleiter Alois, Anderl, Micha und Robert. Schön wars!

Bericht: Lisa; Fotos: Resi, Steffi, Alois

Vor Leos Hütte Einkehr im Tuffbad Auf dem Schwalbenkofel
Die verfallene Rauter Alm Aufstieg im Obergailtal fällt sie ins Wasser?
"Obergeile" Skitouren Beim Leo in St. Lorenzen Unser Wirt im M. Luggau
In einer der Saunen im Tuffbad Aufstieg zum Bösring Unter uns das Tilliacher Feld
Alle am Gipfel Endlich kommt die Sonne durch Auf Tauchstation
Vor der letzten Abfahrt Drei Damen zwischen zwei Schneemänner Karlheinz lacht schon wieder

und hier noch die Fotos von Eveline

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aktualisiert: 14.02.08 A.H.

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