KontaktEmail
 

Tourenwoche der Senioren in Leutasch
28.06. bis  05.07.2008

Samstag 6 Uhr: Der Hogger Max ist nicht zu halten, seine drei Reisebegleiter müssen früh aufstehen, denn schon bei der Anreise will er die Gelegenheit  zu Erkundungen an der erweiterten Anfahrtsroute nutzen. Und tatsächlich: Von Elmau wandern sie auf den Schachen  (1866 m). Zusammen mit dem Mühlbacher Stefan will er zum Haus des bayrische Märchenkönigs Ludwig, Landschaft und orientalische Pracht genießen.

29 Teilnehmer, zwei Frauen mussten absagen, fanden sich im  Laufe des Nachmittags im Hubertushof ein, ein Hotel mit allem Komfort und exzellenten Service, geschaffen für Genießen und Erholung nach anstrengenden Touren.

Ludwig Ganghofer ist der talweit präsente Name des Hochtales, denn von 1896 bis 1918 war der Schöpfer volksnaher Romane Jagdpächter im Gaistal. Sein Jagdhaus an der Tillfußalm, hatte er mächtig vergrößert für seine zahlreichen illustren Freunde.

Am Sonntag ging es dann also vom Ganghoferparkplatz am Salzbach (1230 m) zur Rotmoosalm (1901 m), die Almwiesen ein Blumenmeer, sogar Gamsbleamerl wurden gesichtet. Auf der Alm gab es vorerst nur für acht Moosbeerenschnaps, denn die übrigen vierzehn wollten noch auf den Predigtstuhl (2234 m) mit seiner herrlichen Aussicht auf die Mieminger Berge, voran die Hohe Munde (2652 m).

Am Montag früh, war ausnahmsweise der Himmel bedeckt. Die eine Gruppe ging den Franzosensteig mit dem sehr steilen Anstieg über den Grünkopf (1588 m), entlang der Landesgrenze  zum Gasthaus Ederkanzel (Haus deutsch, Terrasse Tirol), dann in die Leutaschklamm. Die andere Gruppe fuhr mit Pkw nach Mittenwald und wanderte auf die Dammkarhütte (1650 m), mit Rückweg über den Ochsenboden. Beim Abstieg stürzte unsere lustigste Teilnehmerin, zog sich allerdings Gott sei dank nur Prellungen, blaue Flecken und Spott zu. Weitere drei radelten vom Hotel auf mitgebrachten Fahrrädern zum Isar Ursprung über Scharnitz ins Hintertal.

Gemischt ging es auch den Rest der Woche zu: Das Wetter am morgen wolkenloser Himmel, heiß und schwül, am Spätnachmittag Gewitter.

Die Aktivitäten aufgeteilt in Gruppen, die Leistungsbewussteren um den Hogger Max wanderten am Dienstag von Bergstation Seefelder Joch (2074 m) über die Reitherspitze (2374 m) und Nördlinger Hütte zur Bergstation Hämmerlekopf
(2034 m), da entgingen sie haarscharf dem Unwetter und genossen dazu eine Gratistalfahrt; anderntags zur Gehrenspitze ( 2367 m) über die Wettersteinhütte. Auf dieser Tour sichteten die zehn Teilnehmer balzende Schneehühner und trafen auf die Erinnerungsstätte für die Gefallenen der beiden Weltkriege der Akademischen Alpenvereinssektion. Auch diesmal hatten Sie Glück vor dem hereinbrechenden Gewitter durch rechtzeitiges Erreichen der  Wettersteinhütte.

Am Donnerstag war die Ahrnplattenspitze (2171 m) das Ziel dieser Gruppe. Eine sehr anstrengende Tour, steiler Anstieg, starke Sonneneinstrahlung, der Gipfelabstieg war nur mit Seilgeländer möglich, daher erreichten auch nicht alle den Gipfel.

Mehrere Gruppen radelten an verschiedenen Tagen auf Leihrädern zum Isar Ursprung bzw. zur Kastenalm, drei am Mittwoch von Elmau aus auf den Schachen. Bergauf musste da tüchtig geschoben werden, ehe die beiden königlichen Leibstühle und das exotische orientalische Obergeschoss im Schloss über der engen Treppe besichtigt werden konnten. Die Reifenpanne von Schillinger Anderl bei der Rückfahrt sorgte am Abend noch für lustige Bemerkungen.

Auch von Seefeld aus wurden noch einige Wanderungen unternommen: Vom Seefelder Joch (2074 m) zur Bergstation Hämmerlekopf  (2034  m) und weiter von der Mittelstation Rosshütte (1751 m) ins Tal. In Seefeld konnte dann noch die schöne gotische Pfarrkirche von 1439, basierend auf dem mirakelhaften Hostienwunder mit Oswald dem Milser, die werbegerechte Seekirche und der vornehme Klosterbräu, bis 1785 Bleibe der Augustiner Eremiten, besichtigt werden.

Auf der Reitherjochalm (1505 m) waren am Freitag trotz verhangen Himmels drei Teilnehmer und genossen das herrliche Talpanorama.

Vierzehn Leute stiegen am Mittwoch zur MIttenwalder Hütte (1618 m) auf, um vom Lindenkopf (1795 m), einem Vorgipfel unter der westlichen Karwendelspitze, die beeindruckende Talsicht  zu genießen. Der verfallene Weg schreckte aber die meisten Teilnehmer ab, sodass nur zwei, Heften Josef und Christa, den Gipfel mutig verbissen stürmten.

Freitag, letzter Tag, beim Aufstehen regnete es, doch während des üppigen Frühstücks hörte der Regen auf und wir konnten trockenen Fußes Mittenwald besuchen und später noch eine Almwanderung zur Gaistalalm und Tillfußalm unternehmen.

Nach dem Abendessen feiern wir noch tüchtig den erlebnisreichen Verlauf und den Abschluss der Bergwoche bei Akkordeonmusik mit Rosa Egger und viele nette Worte an die Organisatoren Fritz und Max.

Fritz Graml


Unser Hotel für eine Woche

Hier ein kleiner Bilderbogen, jedoch nicht sortiert nach Tourentagen. Die Teilnehmer wissen aber selbst, wo sie wann waren! Anmerkung: einige Bilder wurden gescannt, deshalb der Qualitätsverlust.


Ganghofer-Jagdhaus an der Tillfußalm

Rast auf der Ederkanzel

Drastisches "Überreden" zum Weitergehen

Kurze Klettereinlage an der Ahornplattenspitze

Auf dem Weg zur Gehrenspitze, 2367 m

Auf dem Predigtstuhl, 2234 m

Auf dem Franzosensteig

Endlich am Ziel: Ahornplattenspitze

Im Geigenbauerdorf 
Mittenwald

noch Mittenwald bei Regen

Am Weg zur Tillfußalm

Max wird geehrt

Am Schachen

Aussicht von der Reiterspitze zum Sollstein

Nördlinger Hütte

Zur Homepage des DAV Teisendorf

aktualisiert: 21.07.08 A.H.

Zum Seitenanfang

Sollten Sie auf dieser Seite einen Fehler entdecken, dann bitte eine Email an info@dav-teisendorf.de senden!