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Pulverschneeträume in der Silvretta
(27. bis 30.3.2008)

Bereits bei seiner Fachübungsleiter-Ausbildung letzten Jahres in der Silvretta nahm sich Anderl vor, die Skitouren rund um die Heidelberger Hütte für den DAV Teisendorf anzubieten. Exklusiv für nur zwei Vereinsmitglieder und einem Gast aus einer Nachbarsektion führte unser Skitourenpaar Micha und Anderl bei Traumschnee 4 Tage lang auf die schönsten Gipfel rund um die einzige DAV-Hütte auf Schweizer Boden.

1. Tag
Den fünfstündigen Hüttenzustieg ließen wir aus und wir fuhren um 10 Uhr bequem mit der Schneekatze von Ischgl bis vor die Hüttentüre. Damit blieb reichlich Zeit, nach Bezug eines feinen 6-Bett-Zimmers den ersten Dreitausender anzugehen. Auf die Breite Krone war bereits eine Spur angelegt, der wir folgen konnten. Am Gipfel zog es aber dann endgültig zu, es fing zu schneien an. Es bestand aber kein Grund zur Panik, denn auch bei null Sicht hätten wir dank GPS-Aufzeichnung zur Hütte zurückgefunden. Ein vorzügliches Abendessen mit .. Bierchen in der gemütlichen Gaststube rundete den ersten Tag ab.


Aufstieg zum Kronenjoch

Breite Krone in Sicht

Am Gipfel mit Minikreuz

2. Tag
Die Nacht bescherte uns genau so viel Neuschnee, daß wir am andern Tag am Piz Tasna (3179m), dem Paradeskiberg der Region, unverspurtes Gelände vorfinden konnten. Die letzten Meter zum Gipfel waren steil aber auch ohne Steigeisen ohne Schwierigkeiten in einer neuen Spur zu bewältigen. Die Sicht reichte, trotz beginnendem Wolkenaufzug von Süden, bis zum Ortler und zur Bernina. Selbst riskierte ich gleich an der Wächte unter dem Gipfel die Einfahrt in den Nordhang. Gemeinsam konnten wir dann in einem glitzernden Neuschneetraum schwelgen. Ein sonniger Gegenanstieg brachte uns noch auf den Piz Davo Lais, ein weiterer Skidreitausender im Rund um die Heidelberger Hütte. Leider fielen die Pausen etwas kurz aus. Ein unangenehmer Wind verleidete längeres Rasten.


Auf dem Weg zum Piz Tasna

Rückblick Richtung Fimbertal

Auf dem Piz Tasna

Spuren von (von links) Raimund, Thomas, Anderl, Micha und mir

Windiger Piz Davo Lais

3. Tag
Am nächsten Tag überraschte uns wieder eine frische Neuschneeauflage. Der starke Südwind ließ uns dann bei der folgenden Tour vorsichtig werden. Anderl wollte wegen zu umfangreicher Schneeverfrachtungen den Übergang übers Zahnjoch zur Jamtalhütte nicht riskieren. Wir drehten kurz vor dem Joch um und nach einem sonnigen, jedoch wieder etwas windigen Gegenanstieg standen wir Mittags auf der 3009m-hohen Lareinfernerspitze unter der Nordflanke des Fluchthorns. Bei der anschließenden Abfahrt konnte wieder jeder seinen eigenen Zopf in unberührte Hänge flechten. Die einen hängten noch einen kurzen Anstieg zum Hüttenhang an und die anderen konnten sich von der Hüttenterrasse nicht losreißen.


Vor uns das Zahnjoch

Piz Davo Lais wolkenfrei

Micha und Andi beim Zöpferlflechten

Anstieg vor dem Fluchthorn

Auf der Lareinfernerspitze

Sonne an der Hüttenterrasse

4. Tag
Am Sonntag hieß es langsam Abschied nehmen. Aber die ewig lange flache Abfahrt nach Ischgl wollten wir vermeiden und deshalb stiegen wir Richtung Nordosten auf und erreichten somit das Skigebiet Ischgl-Samnaun. Beim letzen Anfellen verabschiedete sich mein linker Ski, den aber Anderl nach einer 100-Hm-Abfahrt einholen und stoppen konnte. Die Greitspitze, ein von allen Seiten erschlossener Seilbahnberg, war unser letzter Gipfel. Es schloß sich die 11-km-Abfahrt nach Ischgl an. Aber nicht, ohne noch den Rummel auf der Idalpe mitzuerleben, ein Kontrast zu den Skitourengipfeln der letzten Tage.


Waagrechtes Schneefegen

Über den Köpfen ist die Hütte zu sehen

Anderl bringt meinen Ski zurück

Von nun an gings nur noch bergab

Bei der Idalpe

Piste bis kurz vors Auto

Fazit: eine rundherum gelungene Unternehmung! Höhenmeter: außer für einen Teilnehmer waren sie unwichtig. Gehzeiten: Tagestouren. Wer die Touren kopieren möchte, hier die GPS-Daten (immer mit rechter Maustaste - Ziel speichern unter ...): Breite Krone; Piz Tasna mit Piz Davo Lais; Zahnjoch; Rückweg; für Fachleute sehr interessant: Lareinfernerspitze. GPS-Gerät (Vista Cx) lag in der Deckeltasche neben einem eingeschalteten Handy. Aufzeichnung somit vollkommen wirr!!

Teilnehmer:


Anderl

Micha

Raimund

Thomas
und


Alois

 als Berichterstatter und als Fotograf natürlich selten auf den Bildern

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aktualisiert: 13.07.08 A.H.

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