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Sparber oder der Mustag Ata vom Salzkammergut
19.10.2008

Frühmorgens ruft mich Alois an, ein gewisser Ischias lässt ihm keine Ruhe und ob ich die Leitung der Tour zum Sparber übernehmen könnte. 15 weitere Bergverrückte treffen sich mit mir in Teisendorf, um zu unserer Salzkammergutexpedition aufzubrechen.

Ausgangspunkt zum 1508m hohen Sparber ist das Gasthaus Kleefeld auf 690m, das wir von der Postalmstraße bzw. Strobl am Wolfgangsee erreichen. 

Hier zur Übersicht eine Karte mit der eingezeichneten Tour...

 

...und hier eine Aufnahme vom gegenüberliegenden Rettenkogel; der Gipfel liegt knapp links des Bildrandes 

Der Aufstieg beginnt direkt am Wirtshaus, wie vorteilhaft für die weitere Tourenplanung! Jetzt gibt es nur zwei Möglichkeiten: entweder direkt zum Sparber aufzusteigen oder gleich einzukehren gemäß dem Motto die Berge von unten und die Wirtshäuser von innen. Wir entscheiden uns für die erstere Variante, auf großen Umweg dorthin zu gelangen wo wir schon mal waren. Die ersten Meter bergauf werden begleitet vom tiefen Röhren der brunftigen Rothirsche, die hier in unmittelbarer Umgebung des Gasthauses in erstaunlicher Zahl vorzufinden sind. Während des Aufstieges komme ich mit Herbert ins Gespräch und er erzählt mir von seiner Skitourenspeedbegehung des 7546 m hohen Mustag Ata, auf dem er nach 4 Tagen am Berg bereits auf dem Gipfel stand, noch dazu ohne Bergführer! Ich tauche durch seine Erzählungen ein in die kirgisische Steppe, feilsche in Bischkek, überschreite die Grenze nach China und quäle mich von Lager zu Lager bei arktischen Temperaturen. Plötzlich stehen wir gemeinsam am Gipfel des Sparber und schauen hinunter in die Kirgisische Hochebene - ääääh Schmarrn ich meine natürlich den Wolfgangsee und das Salzkammergut. Bei schönstem Wetter und einem lauen Lüftchen vergeht die Zeit am Gipfel viel zu schnell. Beim Abstieg über die beiden Leitern in die Scharte heißt es noch mal aufpassen, ein Fehltritt hätte hier verheerende Folgen. Ich gehe jetzt am Ende unserer Gruppe, um mir den Berg wenigstens im Abstieg zu erschließen. Rasch geht es durch den lichten Hochwald vorbei an der Dürntalalm hinunter zu den Wildgehegen und wir beobachten Rot- und Steinwild bei ihren Aktivitäten aus nächster Nähe.

Konnten wir es morgens noch unterdrücken so zieht uns jetzt die Wirtshausterrasse magisch an und erwartet uns mit den üblichen Leckereien. Nach gemütlicher Rast trennen sich unsere Wege. Während die Mehrheit den Weg nach Hause wählt, gehe ich mit Andreas in den unmittelbar angrenzenden Klettergarten des Wirthauses. Auch ein Klettersteig ist zum Üben installiert und nur die einbrechende Dunkelheit beendet unsere Versuche am steilen Fels und somit endet ein Tag, an dem mir wieder bestätigt wird warum ich gerne beim Alpenverein Mitglied bin.

Gute Wegweisung An der Dürntalalm Unter der Scharte
Warten auf Gegenverkehr Gipfelleiter mit Tiefblick zur Schartenalm Gipfelglück
Steinbock Zwölfender Sonnenterrasse Gasthof Kleefeld

Tipp: Das Gasthaus Kleefeld ist aufgrund seiner mannigfaltigen Freizeitmöglichkeiten eine gute Ausflugsadresse für Jung und Alt… ich komme wieder !!!

Bericht und Fotos: Norbert Zollhauser

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aktualisiert: 24.10.08 A.H.

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