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Über feine Wasserrillen aufs Sommereck
26.7.2009

Bei all den schwierigen und schwierigsten Klettereien von Albert Precht mag man gar nicht glauben, dass sich dieser auch mal in weniger schweres Gelände „verstiegen“ hat. So eine relativ leichte Klettertour des Meisters ist der Wasserrillenweg auf das Sommereck im Tennengebirge, der mit –IV bewertet ist. Diese Route war das Ziel einer Sektionstour, an der sich drei Kletterer beteiligt haben.

Von Oberscheffau ging es zuerst zur kleinen Stefan-Schatzl-Hütte. Diese wurde genau bis zu dem Tag unserer Tour von den Österreichischen Naturfreunden bewartet. Doch der Pachtvertrag war gekündigt worden, und gerade während wir weiter oben kletterten, wurde die Hütte an den neuen Besitzer zurückgegeben. Vor dem Felsklotz des Knallsteins wandten wir uns nach links (ostwärts) in ein weitläufiges Kar, aus dem die plattigen Wandfluchten zum Sommereck-Knallstein-Kamm emporstrebten. Im linken Bereich führt der Precht’sche Wasserrillenweg hinauf zum Sommereck.

Wie bei Precht üblich sparsam, aber für Kletterer, die nicht bis ihr Limit gehen, ausreichend gesichert, trotzdem gefühlmäßig etwas unterbewertet, kletterten wir die sieben Seillängen lange Route hinauf. Der Name Wasserrillen sagt eigentlich alles über den Charakter der Route aus. Keine Henkelgriffe sind dort vorzufinden, vielmehr sind Reibungsklettern oder Spreizen zwischen zwei Rillen, manchmal auch Verklemmen des Kletterschuhs in einer Rille gefragt. Armkraft braucht man nur wenig, wenn man sauber klettert. Nur eine, die vorletzte Seillänge, die über eine steile Steilstufe führt, ist anders geartet.

Vom Ausstieg machten noch schnell einen fünfminütigen Abstecher zum Sommereckgipfelblock, und wanderten dann über den Kamm hinauf zum Knallstein, ehe wir auf dem Normalweg wieder nach Oberscheffau abstiegen.

Bericht und Fotos: Lorenz Mayer

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aktualisiert: 31.07.09 A.H.

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