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 Faschingsskitouren 2010 im Sarntal
(13. - 16. und 17. - 20.2.2010)

Val Sarentino, das Sarntal nördlich von Bozen, das sich bei Astfeld nochmals in das Penser Tal und das Durnholzer Tal teilt waren in diesem Fasching das Ziel für die jährlichen Faschingsskitouren.

Am Faschingssamstag bestiegen wir, 18 skitourenbegeisterte Faschingsnarren die auch bei Schneeschuhgängern sehr beliebte Königsangerspitze 2436m bei Latzfons/ Klausen. Nach kurzer Abfahrt, bei herrlichsten wolkenfreien Himmel genossen wir von der Sonnenterrasse der ganzjährig bewirtschaften 2000m hoch gelegenen Brugger Schupfe das Wahnsinnspanorama mit den Dolomiten im Süden und den Alpenhauptkamm im Norden.
(Beschreibung mit weiteren Bildern)

Sicht zur Geißlergruppe
Sicht zur Geißlergruppe
am Gipfel der Königsangerspitze
Am Gipfel der Königsangerspitze
Bei der Brugger Schupfe
Bei der Brugger Schupfe

Der Weiler Durnholz am gleichnamigen See mit seinen Bauernhöfen, Wirtschaften und der spätgotischen Kirche St.Nikolaus mit alten Fresken waren dann ab Sonntag Ausgangspunkt zu tollen Skigipfeln.

Am Faschingssonntag bildeten wir zwei Gruppen, Sepps Gruppe  zog es erst zur Mutnelle 2659m dann zur Jakobspitze 2742m und anschließend zur Hörtlahnerspitze 2660m während wir erst auf die Jakobsspitze und dann auf die Hörtlahnerspitze gingen. Während des Tages konnten sich beide Gruppen immer wieder bei Aufstiegen und Abfahrten beobachten und gemeinsam wurde dann beim Pfarrhofwirt eingekehrt.
(Beschreibung mit weiteren Bildern)


Über dem Großalmtal

Einfahrt am Tellerjoch

Die Jakobspitze von Westen

Rosenmontag
, gekennzeichnet von der langen Nacht setzt sich der Skitourentross langsam über den See in Bewegung, schnell entfernt sich Sepps Gruppe und entschwindet unseren Blicken, erst kurz unter dem Plankenhorn wedeln sie mit einem Juchizer durch den Nordhang zu uns herunter, wieder kreuzen sich während des Tages unsere Spuren, Sepp besteigt noch die Kassianspitze und anschließend das Schrotthorn, uns genügt nach dem Plankenhorn die Kassianspitze, insgesamt sind das auch 1700 Hm bei gutem Schnee.

(Beschreibung mit weiteren Bildern)

Den Durnholzer See gequert

Aufstieg zum Plankenhorn

Lazfonser Kreuz, von der Kassianspitze aus

Faschingsdienstag
, über Nacht hat es ganz leicht geschneit, bei überzogenem Himmel besteigen wir die Pfattenspitze , deren Gipfel bereits in den Wolken liegt, schnell sind die 800Hm nach Durnholz hinuntergewedelt. Bei Cappucino und Bier blicken wir nochmals gemeinsam auf die vergangenen Tag zurück bevor die erste Gruppe die Heimreise antritt, ich geniesse die Ruhe in der Sauna und bereite mich auf die morgige Gruppe vor.
(Beschreibung mit weiteren Bildern)

Durch lichten Lärchenwald

Die Sonne kämpft sich durch

Unser Gasthaus, von gegenüber

und nach den Touren:


Nori zwischen 2 Weintrauben


Der Aschermittwoch begrüßt mich mit blauem Himmel Die zweite Gruppe wird erst gegen 11.00 Uhr im Sarntal ankommen, ich gehe zum Durnholzer Jöchl um dort die Schneeverhältnisse auszukundschaften. Bei strahlendem Sonnenschein sitze ich über dem Dorf und warte bis die ersten Autos ankommen und nach kurzer Pause und Zimmerbezug nutzen wir den noch jungen Tag um in drei Gruppen zur Flaggerscharte bzw. zur Hörtlahnerspitze aufzusteigen, im Laufe des Nachmittags hatte es zugezogen, die Abfahrt wurde zum Teil in dichtem Nebel abgefahren.

Der Donnerstag beginnt wieder mit dem gemeinsamen Marsch über den See hinein ins Großalmtal, wir haben uns darauf verständigt bis zum Plankenhorn aufgrund der Sichtverhältnisse zusammenzubleiben um allen einen Gipfelgang zu ermöglichen. Das Wetter hält aus und bessert sich sogar während des Aufstieges bis sogar die Sonne zu sehen ist, leider bleibt uns eine Aussicht auf das tolle Panorama verwehrt. Während der Abfahrt trennen wir uns in zwei Gruppen, Micha und Anderl fahren mit ihrer Gruppe weiter ab, machen eine Lawinenübung während ich zur Kassianspitze aufsteige, dort reißt es nach Süden plötzlich auf, wir sehen hinab ins Eisacktal und auf die Wallfahrtskirche Latzfonser Kreuz. Kurze Rast nur und wir nutzen die guten Sichtverhältnisse zur Abfahrt aus, im Nordhang empfängt uns dichtester Nebel, bei ca. 2200m kommen wir wieder heraus und flott geht es das Tal hinaus, beim See holen wir die Piepssuchergruppe wieder ein und gemeinsam kehren wir ins Dorf zurück.


Gemeinsam zum Plankenhorn

Die Fortschellscharte im Blick

An der Kassianspitze

Freitag: Über Nacht hat es ca. 10cm geschneit, wir nehmen uns die Pfattenspitze vor, gemütlich geht es in drei Gruppen zum Gipfelkreuz am Vorgipfel, zwei Teilnehmer zieht es noch zum Hauptgipfel und gemeinsam schwingen wir bei bestem Pulver, wenn auch etwas angewärmt zum See hinunter. Nach einer kurzen Rast steigen wir am Nachmittag zum Durnholzer Joch auf, während des Aufstieges bessert sich die Sicht zunehmend und wir streben direkt auf die Karnspitze 2412m zu. Ohne Ski geht es die letzten Meter zum Gipfel, der kaum Platz für alle bietet und wieder kommt die Sonne durch die Wolken. Rasch nutzen wir die guten Sichtverhältnisse, um durch traumhafte Pulverschneehänge über 900Hm direkt zum Dorf hinabzuschwingen. Den letzten Schwung setzen wir direkt vor der Haustüre und keine drei Minuten später sitze ich schon in der Sauna um mich wieder aufzuwärmen.


Auf der Karnspitze

Die letzten Meter hinab nach Durnholz

Der Samstagmorgen verheißt nichts Gutes, es schneit und weht, wir entscheiden uns das Durnholzer Joch anzustreben, würde sich das Wetter bessern könnten wir zur Schönjöchlspitze  aufsteigen, aber leider müssen wir nach 400 Hm bei einer kleinen Hütte wegen des teils stürmischen Windes umdrehen und wieder abfahren.

Wie schon am Dienstag sitzen wir gemeinsam bei Cappucino und Bier in der Gaststube und lassen die letzten Tage ausklingen.

Mit gesamt 36 Teilnehmern, 12 erreichten Gipfeln, ca. 180.000 absolvierten Abfahrtshöhenmetern gehen die Faschingsskitouren 2010 im Sarntal außer einiger kleineren Blessuren unfall- aber nicht sturzfrei zu Ende.

Norbert Zollhauser

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aktualisiert: 25.02.2010 A.H.

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