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Skitouren Südliche Zillertaler Anstiege
als Ersatztour für das schneearme Tote Gebirge
(23. - 25.4.2010)

Freitag:
9 Skibergsteiger der Sektion Teisendorf starteten bei schönem Frühlingswetter am Freitag zu einem Skitourenwochenende ins Ahrntal im Südtirol. Obwohl schon in der letzten Aprilwoche, war die Vegetation dort noch unserer am milden Waginger See zurück.
Nach etwas Suchen fanden wir an einem steilen Berghang in Mühlbach unser Quartier in einem alten Bauernhaus, wo wir mit liebevoller Gastlichkeit mit Kaffee und Kuchen empfangen wurden.

Samstag:
Nach einem überaus reichlichen Frühstück am Samstag ging es über Lappach Richtung Neves Staussee, der auf 1880 m Höhe liegt. Heftige Lawinenabgänge versperrten noch die Zufahrt zu diesem See, so dass noch eine gute halbe Stunde Skier auf dem Rucksack angesagt war.
Ab Stausee gings auf Skier zuerst entlang dem See, dann ein langes Schneekar hinauf zum Eisbruggjoch (2545 m). Die Edeltraudhütte auf dem Joch war noch nicht bewirtschaftet.
Dann ging es steil hinauf  über das frühere Weißzintkees Richtung Gipfel.  Nach ca. 5 Std. Anstieg hatten wir 1640 Hm bewältigt. Eine kräftige Gipfelbrotzeit war verdient. Ein herrlicher Rundblick bei blauem Himmel von den Sextener Dolomiten bis zur Pala und zur  Marmolata sowie bis zum Ortler entlohnte die Aufstiegsmühe. Pulver, Plattenpulver, Firn und Murmelsuchschnee dankten und forderten uns bei der Abfahrt.
Zur Freude aller wurden wir von Cilli mit bestem selbst gemachten Kuchen empfangen, das Abendessen war dann noch die Krönung des Tages.

Felix, Thomas, Anneliese, Resi , Michael beim Aufstieg zum Eisbruggjoch

Über das Weißzinkkees zum Hoher Weißzint

Auf dem Gipfel des Hoher Weißzint (3371 m)

Traumhafte Abfahrt

Sonntag:
Am Sonntag war das Tagesziel der große Möseler.
Ausgangspunkt war wieder die Zufahrtsstraße zum Neves Stausee. An der rechten Seeuferseite ging es zuerst über hart gefrorene Lawinenfelder, vorbei an den Nevesener Almen bis zum Talschluss des Ursprungtales. Dann war steiler Anstieg mit Harscheisen angesagt bis auf 2500 m Höhe.
Die Morgensonne bereits im Rücken, ging es nun flacher werdend bis zur obersten Mulde unterhalb des steilen Gipfelhanges. Dieser forderte manchen die letzten Mukis aus den Waden. Nach einer kurzen Stärkung auf dem Sattel folgte der Gipfelsturm über den steilen Fels- und Firngrat (Schwierigkeit 1 – 2). Hier wären Steigeisen und Pickel im Rucksack  angebracht, bei hart gefrorenem Firn sind sie unerlässlich. Nach fünf Stunden Anstieg und 1740 Hm standen wir auf dem herrlichen Aussichtsgipfel, nicht weit vom Ziel des Vortages entfernt. Vor lauter Gipfeleuphorie machte sich noch eine dringend erforderliche Sonnenbrille selbständig, die dann doch noch bei etwas heikler Kletterei geborgen werden konnte.
Eine lange Abfahrt bei allen Schneearten entlohnte den anstrengenden Aufstieg.
Für fünf Tourenteilnehmer war nach einer herzlichen Verabschiedung mit Kaffee und Kuchen die Wochenendtour vorbei, es ging wieder in die Heimat. Drei (Resi, Michi und Heini) nutzten das Wetter und hängten noch 4 Tourentage in der Rieserfernergruppe an.


Entlang dem Neves Stausee Richtung Großer Möseler

Oberste Mulde des nicht mehr vorhandenen Neveser Ferners

Auf dem Sattel im Verbindungsgrad zwischen kleinen und großen Möseler, im Hintergrund Roßrugg Spitze

Tourenleitering Resi Koch auf den letzten Aufstiegsmeter

Auf dem Gipfel des Großen Möseler (3478 m)

In der gemütlichen Zirbelstube von Cilli wurden wir hervorragend bewirtet

Heinrich Riesemann

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aktualisiert: 07.05.2010 A.H.

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