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Pulvertraum und Büßerschnee
Skitourentreffen auf der Laufener Hütte
(27. – 28. 02. 2010)

Schon einige Jahre ist es ausgefallen, das Treffen der Skitourengeher der umliegenden DAV-Sektionen. Doch diesmal stand einer schönen Skitour und einem zünftigen Hüttenabend nichts mehr im Weg: Wetter und Lawinenlagebericht waren optimal. So gings am Samstag früh am Karkogellift los, zunächst neben der Piste, dann durch den Wald und einem steilen Kar auf dem Winterzustieg zur Laufener Hütte.


Neben der Karkogel-Abfahrt

Steilstück im Aufstieg

Auf der Karst-Hochfläche

Prachtvolles Wetter, unendliche Sicht, da hält sich niemand gerne lang in der Hütte auf, obwohl Franz bereits in der guten Stube für wohlige Wärme gesorgt hatte. Aufgeteilt in einige kleinere Gruppen fand der ganze Troß, es waren bis zum Nachmittag an die 30 Skitourengeher aus dem Raum Laufen, Tittmoning, Waging und Teisendorf, den Weg über den Tennkessel in das Kar zwischen Kleinem und Großen Fritzerkogel. Peter legte eine perfekte lawinensichere Spur bis zu einer Felsstufe an, die in leichter Kletterei skitragend überwunden werden mußte. Einer nach dem anderen erreichte im Laufe des Nachmittags den 2363 m hohen Gipfel hoch über der Laufener Hütte. Allerdings ließ der teilweise recht heftige Föhn keine lange Gipfelrast zu. Offensichtlich ein klein wenig zu euphorisch wurde die Abfahrt in einem Traumpulver angegangen, ein kleines selbst ausgelöstes Schneebrett mahnte rechtzeitig zur Vorsicht. Aber jeder konnte in die einzelnen Steilstufen bis zur Hütte seine Bögelchen in unberührtem, flockigem Pulver ziehen.


Vorbildliche Spuranlage

Kurz vor dem Gipfel

Die Waginger und Teisendorfer am Gipfel

Abfahrt Fritzerkogel-Gipfelhang

Ein Traumtag! Mittig der Grieskogel

Kurz vor der Hütte

Der Hüttenabend dauerte lange! Viele fleißige Hände kümmerten sich um das Abendessen, das Sepp besorgt hatte. Und keiner mußte sich um die Getränke, die ja seit der Hüttenversorgung im Sommer im Keller lagerten, Gedanken machen. Ein heftiger Wind rüttelte jedoch die ganze Zeit an den Fenstern und am Dach, es war eine unruhige mondhelle Nacht.


Die Laufener Hütte

Viele fleißige Hände....

....richten das Abendessen

Viel ist nicht übriggeblieben

Hochkarfelderkopf im Mondlicht

die Zocker

Mit dem strahlend schönen Wetter war aber am nächsten Tag Schluß. Dennoch brachen die meisten gleich nach dem Frühstück noch zu den Hüttengipfeln Edelweißkogel und Hochkarfelderkopf auf. Allerdings war der Schnee innerhalb von Stunden von herrlich flockigem Pulver in schweren Naßschnee umgewandelt, sodaß auch die Abfahrt ins Tal eher eine Schinderei als schönes Dahinwedeln war. Ein „Haxenbrecherschnee“, der viel Kraft erforderte. Büßerschnee (gibt’s scheinbar nicht nur am Kibo und in Südamerika) als Ausgleich für den tags zuvor genossenen Pulvertraum. Die Abfahrt auf der präparierten Piste vom Karkogel zum Parkplatz war wieder etwas zum ausrasten.


Aufstieg am Sonntag zum Edelweißkogel

rechts: Abfahrt vom Hochkarfelderkopf

so trüb sah es bei der Abfahrt
ohne Sonne aus

Hoffentlich lädt die Sektion Laufen nächstes Jahr wieder zu dem Skitourentreffen ein. Wir werden wieder dabei sein.

Alois Herzig

Weitere Bilder und genaue Tourenbeschreibung siehe unter gps-tour.info

Noch eine kleine Begebenheit am Rande: Georg, ein Besucher aus Bürmoos, übernachtete mit Frieda, seiner Schäferhündin, in einer Schneehöhle unterhalb der Laufener Hütte. In den Morgenstunden mußte er ins Haus flüchten, er bekam Angst, in der Schneehöhle zu ersticken. Der starke Föhn verfrachtete den Schnee meterhoch über dem Höhleneingang.

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aktualisiert: 05.03.2010 A.H.

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