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Mountainbiketour im Karwendel
(17.9.2011)

Halltal - Stempeljoch - Pfeishütte - Gleirschtal - Isarursprung - Hallerangerhaus - Lafatscherjoch - Halltal, 56 km, 2500hm, so könnte man die Runde in Stichworten beschreiben. Auch hat sie sicher die Bewertung „anspruchsvoll“ verdient und die Bemerkung „längere Schiebe- und Tragepassagen“ in der Ausschreibung kann als absolut richtig bezeichnet werden.

Wir, das sind der Franz, Stefan, Schorsch und ich, starteten die Tour in Absam (700m) am Beginn des Halltals. Die Mautstraße war gesperrt, da an der Straße Bauarbeiten nach einem größeren Unwetterschaden durchgeführt werden mussten. Schon die ersten 700hm hinauf zu den Herrenhäusern hatten es in sich. Teilweise betrug die Steigung über 20%, wir waren schnell aufgewärmt. Noch einige Kehren ging es von den Herrenhäusern hinauf zum Issjöchl (1650m), dann war es erst mal mit dem Fahren vorbei. Hier teilen sich die Wege zum Stempel- und Lafatscherjoch. Für uns ging es Richtung Stempeljoch. Das erste Stück durch den Wald  und die Latschen konnten die Räder noch teilweise geschoben werden, in den riesigen Schotterhalden der Stempelreisen war aber dann endgültig Tragen angesagt. Es galt die 600hm hinauf zum Stempeljoch (2215m) zu überwinden. Oben angekommen erwartete uns aber die erste super Singletrailabfahrt zur Pfeishütte (1922m), wo wir eine ausgiebige Mittagspause einlegten. Nun verzogen sich sogar die letzten Wolken und wir wurden nicht nur mit einer eindrucksvollen Landschaft, sondern auch mit Traumwetter belohnt.


Auffahrt Halltal

Herrenhäuser

Aufstieg Stempeljoch

Aufstieg Stempeljoch

Abfahrt Stempeljoch

Pfeishütte
Nun folgte erst mal eine schier endlose Abfahrt durch das Gleirschtal. Vor allem das erste Stück hinunter von der Pfeishütte erforderte auf dem losen Schotter noch volle Konzentration. Auf der breiten Forststraße von der Möslalm hinunter bis zur Isar konnte dann aber gemütlich gerollt werden. Die Auffahrt entlang der noch jungen Isar bis zum Isarursprung führt auf einer breiten Schotterstraße mitten hinein ins Karwendelgebirge. Hier konnten wir auch die Gedanken nochmal schweifen lassen, bevor uns der Anstieg hinauf zum Halleranger wieder voll forderte.  Gleich an der Kastenalm beginnt die Straße mit einer satten Steigung und so hieß es für den einen früher, für den anderen später „schieben“! Dass es aber auch fahrbar ist, bewies Franz, der die gesamte Auffahrt im Sattel bewältigte, Hut ab!


Blick ins Hinterautal

Stoamandl an der Isar

steile Auffahrt Halleranger

Auffahrt Halleranger Furt

Lafatscher Niederleger

Hallerangerhaus
Im Hallerangerhaus wurde nochmals auf einen Apfelstrudel eingekehrt bevor wir den letzten Anstieg des Tages hinauf zum Lafatscherjoch in Angriff nahmen. Dieser führt direkt unterhalb der Schnittlwände entlang, einem Eldorado für Kletterer. Besonders dem Schorsch dürfte hier das Herz höher geschlagen haben. Nicht nur wegen dem Bergradl auf dem Rücken, denn auch hier war nochmal ein Tragestück zu bewältigen. Nach dem „Durchschlag“ konnten sogar noch einige Meter bis hinauf zum Lafatscherjoch (2081m) gefahren werden, wo wir mit einem herrlichen Panorama belohnt wurden. Nun folgte noch die letzte anspruchsvolle Abfahrt. Zuerst auf einem teilweise verblockten Singletrail, später auf einem steilen und zum Teil sehr tiefschottrigen Karrenweg ging es hinunter in den Issanger. Nach einem kurzen Gegenanstieg wieder hinauf zum Issjöchl schloss sich der Kreis. Es folgte noch die Abfahrt durch das Halltal zurück zum Auto.


Schnittlwände

Lafatscher Joch mit Stempeljoch
im Hintergrund

Abfahrt Lafatscherjoch
Es war eine erlebnisreiche, sehr anspruchsvolle Tour durch eine grandiose Gebirgslandschaft, die mir sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Bericht, Fotos und Tourenleitung: Heinrich Mühlbacher

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aktualisiert: 19.09.2011 A.H.

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