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Faschingsskitouren 2011
oder
Firn gesucht - Pulver gefunden
 
Fasching im März, das könnte doch eine Chance für rassige Firntouren in den Dolomiten sein! Toblach im Hochpustertal ist strategisch ideal gelegen um schnell in die Sextener, zur Christallogrupe, zum Pragser  Wildsee oder zur Plätzwiese zu kommen. Im Silvesterhof im Ortsteil Wahlen bei Toblach finden wir unser Quartier für die Faschingsskitouren 2011.

Faschingssamstag: Als Eingehskitour während der Anfahrt haben wir uns den Laserzkessel in den Lienzer Dolomiten ausgewählt. Vom Gasthof Kreithof auf 1047m gehen wir im flotten Tempo zum Dolomitenhof auf 1600m Höhe, nach kurzer Rast ziehen weiter in den Laserzkessel hinein. Die Karlsbader Hütte lassen wir links liegen und gehen rechts zur Ödkarscharte 2596m wo herrliche Pulverhänge locken. 1400Hm südseitig unter uns liegt das Tuffbad im Lessachtal, die Eingehskitour im Fasching 2008. Trotz Windstille und Sonne locken bald die Pulverhänge und viel zu schnell sind wir wieder auf der Dolomitenhütte, einige sind die Variante über das Kerschbaumertörl abgefahren und berichten ebenfalls von Pulverhängen. Nach gemütlicher Einkehr schwingen wir die 600Hm zum Kreithof hinab und fahren weiter nach Toblach zum Silvesterhof. Eine Eingehskitour mit nahezu 1600HM liegt hinter uns!


Hinter der Dolomitenhütte die Spitzkofelgruppe

Genau Mittig die Teplitzer Spitze, wurde von uns umrundet

Adlersnest Dolomitenhütte, ab Frühjahr mit dem Auto zu erreichen

Tiefblick von der Ödkarscharte

Abfahrt zum Kerschbaumertörl

Der Laserzkessel mit der Karslbader Hütte

Faschingssonntag: Wolkenloser Himmel, da muss man doch zu den Drei Zinnen. Wir entscheiden uns für den klassischen Anstieg aus dem Fischleintal 1454m. Schattig geht’s hinein zur Talschlußhütte, dort biegen wir in den ersten Sonnenstrahlen ins Altensteiner Tal ab uns steigen über die Bödenseen zur Drei Zinnenhütte 2404m auf. Die Drei Zinnen, das Fotomotiv der Dolomiten schlechthin liegen bei wolkenfreien Himmel malerisch vor uns, man kann sich nicht sattsehen an diesem Anblick, dennoch brechen wir wieder auf um weiterzuziehen, Sepp zieht mit seiner Gruppe über die Büllejochscharte Richtung Hochbrunnerschneid 3096m, die restliche Gruppe über die Büllejochscharte zur Obernbachspitze 2675m. Nach kurzer Rast teilt sich dort die langsamere Gruppe wieder. Anderl und Alois verbleiben noch in der Sonne am Gipfel während ich mit einigen nach Abfahrt zur Zsigmondyhütte die Schattenhänge zur Giralbascharte 2431m hochsteige. Auch Sepp sehen wir zum Gipfel gelangen. Nahezu zeitgleich befinden sich alle drei Gruppen in der Abfahrt um sich in der Talschlußhütte zum Einkehrschwung einzufinden. Mit 1550-2400Hm ziehen wir alle eine erfolgreiche Tagesbilanz während das Bier durch durstige Kehlen zieht.


Am Ende des Altensteiner Tales, ganz links die Oberbacherspitze

Das weltberühmte Motiv der Dolomiten

Bis auf den Fotografen: alle Teilnehmer vor der Dreizinnenhütte

Die Gipfelflanke der Oberbacherspitze, rechts die Büllelejochhütte

Oberbacherspitze mit Dreischusterspitze

Abfahrt durchs wilde und enge Bacherntal

Rosenmontag: Wenn schon, denn schon! Die Cristalloscharte, der Dolomitenskitourenklassiker schlechthin, steht heute für alle! auf dem Programm. Gemeinsam sind wir stark! Unter diesem Motto wollen wir Tourenleiter heute alle durch die Schlüsselstelle bringen, Ausgerüstet mit Steigeisen, Seil, Pickel Eisschrauben meistern wir die Stelle im Aufstieg souverän und ziehen weiter durch das Riesenkar , auch Kühlschrank des Cristallo genannt, der Scharte auf 2808m entgegen. Nach 3 ½ Stunden erreichen alle durch Pulverhänge die Scharte. Die Sicht nach Süden ist durch aufsteigende Nebel eingeschränkt ergibt aber immer wieder tollen Fotomotive und eine ganz eigene Stimmung. Die Gruppe teilt sich wieder, Anderl, Sepp und Alois und ihre Gruppe genießen noch die Stimmung in der Scharte und stimmen sich auf die Abfahrt ein. Nach 700Hm Pulverhängen bringen sie alle mittels Fixseil und Steigeisensharing wieder gut durch die Schlüsselstelle. Ich ziehe noch mit meiner Gruppe nach Abfahrt auf 2100m zur Michelescharte 2590m steil hinauf um anschließend ebenfalls durch die Schlüsselstelle den unteren Teil der Abfahrt durch die Schlucht hinaus zu erreichen. Beinahe zeitgleich erreichen wir den Parkplatz an der Grenzbrücke auf 1515m. Am Dürensee genießen wir beim Wirt den Blick bei Cappu und Bier zu „unserer“ Scharte empor.


Ende des Val Fonda

Im Aufstieg in der Steilstufe

Hier weitet sich wieder das Kar

Die Cristalloscharte

Heute ohne Gipfel

Beeindruckendes Ende des Val Fonda

Faschingsdienstag: Pragser Wildsee! Auf 1500m gelegen dient als Ausgangspunkt für die Abschlußtouren zum Gr. Jaufen 2480m und Seekofel 2810m, Rasch zieht Sepp mir seiner Gruppe über den zugefroreren See davon, stellenweise zeigt das Thermometer –18 Grad, die Hälse werden kurz, die Gesprächen knapp, wortlos geht es weiter hoch, im Nabigen Loch scheinen wir Sepp und Co. wieder einzuholen, aber der Höhenunterschied täuscht uns, bald sind sie unseren Blicken entschwunden. Gemütlich geht es , nun bei moderateren Temperaturen, für uns durch kuppiertes Gelände in einem großen Linksbogen sanft zum Gipfel. Auch Sepps Gruppe ist am gegenüberliegenden Seekofel am Gipfel. Als wir nach Pause die zweite Gruppe abfahren sehen, brechen wir auf, für uns geht es durch ein 1000Hm nordseitigs Kar in einen Zug hinunter zum See. Im gesetzten Pulver und anschließenden Bruchharsch sehen wir spektakuläre Stürze die alle glimpflich enden, bevor alle über den See die letzten Meter hinausskaten.


Im Zustieg zum Seekofel, das Nabige Loch

wir halten uns links, die zum Seekofel rechts

Seekofel, vom Gr. Jaufen aus

Nori und Tina, auch von hinten zu erkennen

Klaus in der Einfahrt  der Abfahrtsvariante

Die Rinne führt fast bis zum Pragser Wildsee hinunter

Die Faschingsskitouren enden in der Bar des Silvesterhofes bei einer gemütlichen Tasse Kaffee, es wird Bilanz gezogen und  ich sehe in müde aber glückliche und zufriedene Gesichter. Jeder fährt mit tollen Eindrücken im Kopf, tollen Bildern im Fotoapparat und mindestens 5200, teils mit 7000Hm in den Knochen nach Hause!

BerichtNorbert Zollhauser
Fotos: Stefan Stadler und Alois Herzig 
Teilnehmer: 
Tina Levin, Monika Haselberger, Lisa Piendl, Cordula Dumberger, Stefan Stadler, Karin und Felix Welkhammer, Anderl Hager, Alois Herzig, Robert Hanisch, Klaus Zuckschwerdt, Hans Hausschmied, Günter Schweiger, Manfred Steinbeisser, Sepp Rehrl , Sepp Kaiser, Sepp Enzinger, Sepp Oettl

Hinweis: Wer die Touren wiederholen möchte oder einfach nur nähere Infos will, findet die exakten Daten mit weiteren Fotos auf gps-tour.info:
1. Tag Lienzer Dolomiten
2. Tag Sextener Dolomiten
3. Tag Cristallogruppe
4. Tag Pragser Dolomiten

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aktualisiert: .14.03.2011 A.H.

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