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Faschingsskitouren 2013 in der steierischen Krakau

oder
Überlebt!“
(09. - 12.02.2013)

„In die Krakau geht’s“, was nach Polen? Viele ratlose Gesichter auf die Antwort wohin die diesjährigen Faschingsskitouren gehen würden, - und tatsächlich! es gibt sie noch die weißen Flecken auf der Landkarte, keine 200km Luftlinie von daheim entfernt. Die steierische Krakau! zwischen Tamsweg und Murau am Südrand der Niederen Tauern gelegen, fristet dieses Hochtal im Winter einen Dornröschenschlaf. Aber wir die Teisendorfer Faschingsskitourenprinzen haben sie für einige Tage wach küssen können aus ihrem Dornröschenschlaf.

Faschingssamstag:
Der Gumma 2316m, zum Auftakt wiederholen wir die Faschingssonntagtour aus dem Jahr 2004. Von Lessach 1197m geht es in 4 Gruppen aufgeteilt zuerst über eine kurze Piste, dann über Bauernwiesen und Forststraßen zur Wildbachhütte auf 1806m gelegen, ohne einzukehren geht es weiter, der Wald lichtet sich immer mehr und baumlos geht es über einen Rücken auf den Gipfel, der leider in den Wolken steckt. Nur kurze Rast, schon schweben wir durch tollen Pulverschnee hinab zur Wildbachhütte in der sich alle Gruppen nach und nach einfinden. Nach gemütlichen Einkehrschwung geht es gemeinsam zum Ausgangspunkt Lessach hinunter, um anschließend in die steierische Krakau zum Gasthaus Jagawirt zu fahren.


kurze Gipfelrast bei eisigemWind

gemütliche Einkehr

vor der Wildbachhütte

Faschingssonntag:
Blauer Himmel!, aber die Fahne vorm Wirt steht waagrecht in der Luft. Direkt vom Frühstückstisch sehen wir auf die heutigen Ziele Preber und Tockneralm. WOW! Sepp geht mit seiner Gruppe vom Prebersee 1514m zum Preber 2740m und anschließend noch zum Mühlbachtörl 2478m, er berichtet vom windstillen Gipfel und leicht verblasenen Pulverrinnen. Stefan fährt zum Etrachsee 1374m, und sucht sich einen Weg zum Edelfeld 2220m, er findet Traumpulverhänge, kämpft am Gipfel gegen den Sturm und läuft noch grünen Gamaschen in die Hände. Micha und ich gehen von Klausen 1320m auf die Tockneralm/Hochfeld 2304m, über der Waldgrenze sind wir schutzlos dem Wind ausgesetzt, wie in einer Polexpedition, komplett eingehüllt, ziehen wir zum Gipfel, überqueren Windgangel für Windgangel, der ganze Berg sieht aus wie ein riesiger geschuppter Fisch. Gipfel!, Felle runter, Abfahrt!, erst an der Tocknerhütte schwingen wir ab, der Wind ist nicht mehr dominant, trotz Sonne pur ist es trotzdem saukalt. Nur eine kurze Rast, wir fahren weiter ab und nützen den jungen Tag noch zu einer Lawinen/Piepsübung und zu einem Einkehrschwung, So richtig warm wird uns erst in der Sauna wieder. Immer wieder fällt das Wort „ Überlebt“


Anstieg durch Waldschneisen

gegenüber der Preber

der Wind pfeift!

wo ist der ganze Schnee?

sonnige Rast an der Tockneralm

unterhalb der Tockneralm

Rosenmontag:
Wieder blauer Himmel, aber die Fahne nur noch schräg, dafür die Temperatur im Keller bei minus 16 Grad, und das im Tal! Die ersten Autobatterien versagen! Schlösser frieren ein, Dieselmotoren wehren sich! Micha und Stefan gehen zum Preber, Sepps Aussage vom windstillen Gipfel in ihren Köpfen, sehen sie sich einen enormen Wind ausgesetzt, dazu die gefallen Temperaturen. Aus Michas Gruppe wird nun endgültig die „Überleberergruppe“. Sepp geht zuerst zum Edelfeld und anschließend über die Rudolf Schober Hütte zum Bauleiteck 2424m. Ich folge Sepps Spuren zum Edelfeld, trotz der Kälte sind wir nur die letzten 100Hm den starken Sturm ausgesetzt, bei der Abfahrt folgt Traumpulverhang um Traumpulverhang. Zurück im Tal entschließen wir uns spontan auch zur Schoberhütte aufzusteigen. Dort etwas oberhalb treffen wir mit Sepp zusammen und fahren gemeinsam ab, um beim Stigenwirth die Tour Revue passieren zu lassen.


das traditionelle Faschingsrennen

im Etrachtal

Abfahrt vom Edelfeld

zweiter Aufstieg, vor der Grafenhütte

Sicht vom Hotelzimmer zu Preber und Tockneralm

der ewig lange Preberhang

die letzten Meter zu Fuß

Wolkenstimmung am Preber

endlich läßt es sich aushalten!

Faschingssdienstag:
Über Nacht hat es fast 10cm geschneit , der Wetterbericht sagt immer wieder Schneefälle und schlechte Sichtverhältnisse, aber es nicht mehr so kalt wie die letzten Tage und auch der Wind hat sich gelegt. unsere Wahl heute fällt auf den Gstoder 2140m, ein sehr bekannter „Schlechtwetterberg“, vom Ausgangspunkt Seetal 1230m steigen wir alle gemeinsam auf einer flachen Forststrasse zur geschlossenen Dorferhütte 1644m auf. Nach einer kurzen Rast, die Sonne zeigt sich kurz, zieht sich die Schlange auseinander bis sich kleine Gruppen mit gleichem Tempo bilden, innerhalb einer halben Stunde kommen alle am Gipfel an. Hatte der Gipfel während des Aufstiegs sich immer mehr in Nebel gehüllt, reißt es plötzlich auf und wir geniessen die wärmenden Sonnenstrahlen und die tollen Sichverhältnisse. Schon schweben wir die schönen Hänge zur Dorferhütte hinab. Den Rest geht es Schuss nach Seetal hinab. Im Gambswirt am Marktplatz in Tamsweg lassen wir die Faschingsskitouren ausklingen!


Jubiläum: Noris zehnte Faschings-Skitour

hier waren wir bestens untergebracht

Aufstieg von Seetal

langer Forststraßenanstieg

bei der Dorfer Hütte

die Sonne kommt doch noch raus!

(fast) alle am Gipfel


bei der letzten Abfahrt

Fazit:
1. die Berge die sich wehren bleiben einen am längsten in Erinnerung!
2. Mit dem Jagawirt in Krakauschatten fanden wir eine ausgezeichnte und kostengünstige Unterkunft. www.jagawirt.com
3. Die Steierische Krakau ist auch im Sommer zum Biken und Wandern eine Reise wert, ich werde wiederkommen !

Hiermit möchte ich mit nochmals für die Unterstützung durch die Tourenleiter Micha Weber, Sepp Rehrl, Stefan Stadler und Alois Herzig bedanken.
Teilnehmer: Tina Levin, Cordula Dumberger, Micha Weber, Nadine Hackl, Dani Göger, Karin und Felix Welkhammer, Alois Herzig, Sepp Rehrl, Sepp Kaiser, Sepp Oettl, Gi Schneider, Thomas Pensler, Robert Hanisch, Stefan Stadler, Herbert Reiter, Herbert Stutz, Wasti Strohmeier, Hans Hausschmied, Heini Mühlbacher, Stefan Helminger, Christine und Richard Auer, Gerti und Heinz Hofstetter, Klaus Ober, Franz Rehrl, Klaus Zuckschwerdt, Georg Rechenmacher, Erich Langwieder und Tina Schwenk

Bericht: Norbert Zollhauser
Fotos:  Heinrich Mühlbacher, Alois Herzig
für Wiederholer: Gumma, Tockneralm, Edelfeld und Bauleiteck, Gstoder

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aktualisiert: 18.02.2013 A.H.

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