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Mountainbiken vor König Laurins Rosengarten
(25. - 28. 6. 2014)

„Der Sage nach lag vor langer Zeit, hoch oben bei den grauen Felsen, der wunderschöne Rosengarten von König Laurin.

Hier ward es also, das Reich von König Laurin und seinem fleißigen Zwergenvolk, das im Inneren der Berge nach Kristallen, Silber und Gold schürfte.

Eines Tages begab es sich, dass der König an der Etsch seine wunderschöne Tochter Similde vermählen wollte. Alle Adeligen der Umgebung wurden zu einer Maifahrt eingeladen, nur König Laurin nicht. Dieser beschloss jedoch, mit seiner Tarnkappe ausgerüstet eben als unsichtbarer Gast daran teilzunehmen. Als er am Turnierplatz Similde erblickte, verliebte er sich in ihr schönes Antlitz, setzte sie auf sein Pferd und ritt mit ihr von dannen.

Alsbald zogen Simildes Versprochener und dessen Ritter aus, um die Angetraute zurückzuholen und standen kurz darauf vor dem Rosengarten. Da band sich König Laurin seinen Wundergürtel um, der ihm die Kraft von zwölf Männern verlieh und stellte sich dem Kampf. Als er sah, dass er trotz allem ins Hintertreffen geriet, zog er sich die Tarnkappe über und sprang, unsichtbar wie er nun zu sein glaubte, im Rosengarten hin und her. Die Ritter jedoch erkannten an den Bewegungen der Rosen, wo der Zwergenkönig sich verbarg.

Sie packten ihn, zerbrachen den Zaubergürtel und führten ihn in Gefangenschaft. Laurin, erzürnt über sein Schicksal, drehte sich um und belegte den Rosengarten, der ihn verraten hatte, mit einem Fluch: Weder bei Tag noch bei Nacht, sollte ihn jemals mehr ein Menschenauge sehen.

Laurin aber hatte die Dämmerung vergessen und so kommt es, dass der verzauberte Garten auch heute noch in der Dämmerung seine blühenden Rosen für kurze Zeit erstrahlen lässt…“


Deutschnofen, unser Ausgangspunkt für wunderschöne Bergradltouren 1000 Höhenmeter über Bozen und dem Etschtal, liegt in einmalig schöner Lage vor dem Rosengarten. War es der Fluch Laurins, der für uns von seinem Reich nur die nackten grauen und gelben Felsen sichtbar machte und das auch nur wiederwillig? Und nicht das vielgepriesene abendliche Leuchten der Berggipfel?

Dem anfänglichen Regen zum Trotz machten wir uns gleich nach der Anfahrt fertig zur ersten Tour. Bis alle aufgesattelt hatten, waren erste Lücken im Einheitsgrau zu erkenne. Und welches Wunder: es blieb trocken, die Sonne brach durch und gewann die Oberhand. Auf schönen Sträßchen ging's knapp 700 Hm hinauf zum Jochgrimm, einem Einschnitt zwischen Weiß- und Schwarzhorn, unterbrochen durch eine Einkehr im Auerleger. Bei der langen Abfahrt baute unser Guide Heini noch einige knifflige Passagen für die Trailer ein. Nach einer langen zweiten Einkehr in der sonnigen Schönrastalm war noch Kultur angesagt: Kloster Maria Weißenstein (1988 von Papst Johannes Paul II besucht) und die St. Leonhard-Kapelle mit schöner Sicht ins Etschtal. (Tourendaten erster Tag und weitere Fotos >>hier<<)


unser Hotel

Auffahrt vom Jochgrimm, mit Schwarzhorn

erste Sicht zu Maria Weissenstein

Rückblick zum Weisshorn

Einkehr an der Schönrastalm

Maria Weissenstein

Der zweite Tag sollte laut Wetterbericht der Schönste werden und so war es auch: genau richtig für unsere Königsetappe, die MTB-Runde um die Latemargruppe entgegen dem Uhrzeigersinn. Die Konditionsbolzen ließen es sich nicht nehmen, auch die 800-Hm-Anfahrt zum Startpunkt, dem Reiter Joch, mit den Rädern zurückzulegen. Von dort aus ging's auf einer elendig steilen Skipiste 1100 Hm nach Predazzo runter und von dort aus bequem auf einem Radweg nach Moena. Die Schotterauffahrt zum Karerpass forderte jeden. Nach langer Mittagspause entschied sich eine Gruppe für die Rückfahrt nach Deutschnofen auf Forstwegen, die anderen hielten sich an eine aussichtsreiche MTB-Trailvariante nahe dem Latemar, um ohne größeren Höhenverlust zu den Autos am Reiter Joch zurückzukommen. (Tourendaten 2. Tag und weitere Fotos >>hier<<)


erste Hindernis nach dem Reiter Joch

die Gruppe der "Gemütlicheren"

steile Abfahrt auf Betonbänder

am Karerpaß, mit Rotwand

unser anspruchsvoller Rckweg Nr. 21

unter den Wänden des Latemars

Am Freitag ging's mit uns bergab! Ja, Bozen liegt 1100 Hm tiefer als unser Hotel, und dies war unser Tagesziel. Natürlich auf Umwegen. Heini hatte wieder eine MTB-Strecke ausgetüftelt, die uns hoch über dem Eggental abwechslungs - und aussichtsreich in die Südtiroler Hauptstadt führte. Hier trennte man sich: die Genießergruppe stieg gleich oder nach einem Eisbecher in der Bozener Innenstadt  in die Kohlernseilbahn (1908 als erste Personenseilbahn der Welt erbaut) ein, die Unermüdlichen strampelten die 800 Hm natürlich per Pedes rauf. Man traf sich, ausgeruht oder schwitzend, beim Gasthaus Schneiderwiesen zur Einkehr. Schön rauf und runter, den einmaligen Aussichtspunkt Rotenstein 1300 Hm über dem Etschtal mitnehmend endete die Runde wieder am Hotel Regglbergerhof. (Tourendaten 3. Tag und weitere Fotos >>hier<<)


Oberhalserkapelle

Bozen unter uns

nach der Seilbahnauffahrt, in Kohlern

Abfahrt mit Blick zum Schlern

an der Kante beim Rotenstein

Heini bekommt einen Schaber

Bei den Welschen (Italienern) in Welschnofen begann unsere letzte Runde, es sollte der Höhepunkt der „Heini-MTB-Tage“ werden. Eine Sternwarte hoch über dem Etsch- und Eggental war erstes Ziel, bevor uns eine komplizierte Wegführung über kleine Schotterstraßen und Trails zum Nigerpass brachte. Und dies immer mit phantastischer Sicht zum Rosengarten, zum Latemar und ins Tiersertal, soweit sich die Gipfel nicht hinter Wolken versteckten.  Und wieder gelang es Heini, nach langer Abschlußeinkehr in der Frommeralm eine tolle steile Abfahrt durchs Gelände zu unseren Autos zu finden. (Tourendaten 4. Tag und weitere Fotos >>hier<<)


Sicht auf Gummern

das weithin sichtbare Observatorium

Wollgraswiese im Hochmoor

Lenker festhalten!!

die letzte _Abfahrt

der Rosengarten grüßt noch zum Schluß

Bericht und Fotos: Alois

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aktualisiert: 30.06.2014 A.H.

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