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Stoamandlweg
(18.-20.7.2014)

Der Stoneman Trail hat sich zu einem Mountainbikeklassiker entwickelt. Grund genug die Runde zwischen Sillian, Padola, Sexten, Innichen und Toblach ins Tourenprogramm aufzunehmen.
Hartgesottene nehmen die 120km und gut 4000hm als Tagestour unter die Räder. Wir entscheiden uns für eine entspanntere Variante und teilen die Tour in drei Etappen auf.
Zu zwölft starten wir mit zwei Fahrzeugen in Siegsdorf. Hier leistet der neu angeschaffte DAV-Bus gute Dienste, damit können acht Personen einschließlich Bikes bequem verreisen.


steile Auffart zur Sillianer Hütte

Singletrail am Helm

Abendstimmung am Hornischegg

Wir stellen die Fahrzeuge in Innichen ab und radeln bei besten Wettervoraussichten auf dem Pustertalradweg nach Sillian (1103m). Eine gute Strecke zum Einradeln, denn nun beginnt ein langer Anstieg. Zuerst auf einer breiten Forstautobahn hinauf zur Leckfeldalm (1925m), wo wir uns erstmal eine gemütliche Pause gönnen. Nun beginnt der wirklich anstrengende Teil, die Auffahrt zur Sillianer Hütte (2447m), unserem heutigen Ziel. Die 500hm sind zum Teil extrem steil und schottrig, eine echte Herausforderung für konditionsstarke Bergradler. Respekt vor jedem, der hier im Sattel bleibt, ich schaffe es nicht. Kurz unterhalb der Sillianer Hütte, am Leckfeldsattel (2381m) entscheiden wir uns noch für einen Abstecher zum Helm (2434m). Die Aussicht ist grandios, direkt gegenüber thronen die Sextener Dolomiten, im Norden die Zillertaler Alpen und die Rieserfernergruppe, im Nordosten der Großglockner und die Lienzer Dolomiten. Wir genießen den Ausblick und radeln wieder los zur Hütte. Wir beziehen ein gemütliches Lager und das junge Hüttenteam serviert uns ein köstliches Abendessen. Ein Teil der Gruppe kann sich nach dem Essen noch motivieren, eine kurze Wanderung auf das Hornischegg (2550m) zu unternehmen und wird mit einer grandiosen Abendstimmung belohnt.


Aufbruch an der Sillianer Hütte

Unterwegs in der Demutpassage

Sepp im Singletrailrausch

Rifugio Lunetti

Auffahrt zur Cima dei Colesei

Rotwandwiese

Am nächsten Tag steht die längste Etappe auf dem Programm. Die letzten Wolkenfetzen verziehen sich, es erwartet uns ein strahlender Sommertag. Der erste steile Anstieg von der Hütte weg bringt gleich den Kreislauf in Schwung. Mit der Demutpassage und dem anschließenden Spina Trail liegt ein mehr als 15km langes Singletrailabenteuer vor uns. Vorbei an alten Stellungen aus dem ersten Weltkrieg und immer mit der Traumkulisse der Sextener Dolomiten vor uns genießen wir die mal schwierigeren, mal flowigen Streckenabschnitte bis zum Monte Spina. Hier beginnt der Forstweg, der uns hinunter nach Casamazzagno führt. Ein kurzes Stück Hauptstraße nach Padola (1218m) und schon geht es auf einer Nebenstraße ins Val Risena. Wir wollen nicht die direkte Auffahrt zum Kreuzbergpass nehmen, sondern über eine alte Militärstraße hinauf zum Cima dei Colesei (1972m). Zuerst steuern wir aber das Rifugio Lunelli an, wo wir uns mit einigen Tellern Pasta in verschiedensten Variationen stärken. Ein rassiger Singletrail führt vom Cima dei Colesei hinunter zum Kreuzbergpass (1636m), wo die Auffahrt auf breiter Forstautobahn hinauf zur Rotwandwiese (1950m) beginnt. Der Alleinunterhalter an der Rudi Hütte trifft nicht unseren Musikgeschmack, wir entscheiden uns für die Rotwandwiesenhütte. Die servierten Kuchenspezialitäten bestätigen uns die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Für die Abfahrt nach Sexten nehmen wir die Rodelbahn. Alternativ würden sich auch Singletrailvarianten ins Fischleintal anbieten, aber wir haben noch einen Anstieg zur Dreischusterhütte (1626m) ins Innerfeldtal vor uns, unserem heutigen Etappenziel.


Auffahrt zum Marchkinkele

Stoneman Marchkinkele

Abfahrt Marchkinkele

Am Sonntag rollen wir erstmal gemütlich hinunter nach Innichen, wo wir bei den Fahrzeugen unsere Rucksäcke erleichtern. Dann geht es auf dem Pustertalradweg nach Toblach (1250m), wo die Auffahrt zum Marchkinkele (2545m) beginnt. Wir nehmen die Variante über die Lachwiesenhütte eine kleine Zugabe von ca. 100hm. Alternativ wäre auch die Variante über das Silvestertal möglich. In der Silvesteralm genehmigen wir uns eine kleine Stärkung, dann geht es auf der Militärstraße in flachen Kehren hinauf, immer begleitet vom Dolomitenpanorama und den Drei Zinnen. Aus den Dolomiten schiebt sich bereits die angekündigte Kaltfront heran, wir genießen aber noch eine Weile die Gipfelsonne, bevor wir uns nach einer kurzen Querung an die lange Abfahrt nach Winnebach machen. Der Singletrail ist durchaus eine Herausforderung, zaubert uns aber über lange Passagen ein breites Grinsen ins Gesicht. Von Winnebach haben wir noch ein paar Kilometer Auffahrt auf dem Pustertalradweg vor uns. Leider schaffen wir es nicht vor der ersten Regenfront, so kommen unsere Regenjacken auch noch zum Einsatz. Das kann aber unsere gute Laune nach den gelungenen drei Tagen auf dem Stoneman Trail nicht trüben und so treten wir gut gelaunt die Rückfahrt an und lassen das Wochenende bei einer gemütlichen Einkehr im Gasthaus Schneizlreuth nochmal Revue passieren.

Heinrich Mühlbacher


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aktualisiert: 29.06.2014 A.H.

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