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4 Tage Mountainbiken rund ums Gailtal
17. - 20. 06.2015

So war die Bergradltour von Heinrich Mühlbacher im Programm des DAV Teisendorf ausgeschrieben. Im nu war sie von seinen zahlreichen, jahrelang treuen Begleitern, diesmal mit 26, die seine Unternehmungen kennen und schätzen, ausgebucht.

Heinrich hatte bereits im Hotel Karnia in Radnig 150 Hm oberhalb von Hermagor im Kärntner Gailtal einen idealen Stützpunkt ausgekundschaftet. Dort begannen und endeten immer unsere 4 Gemeinschaftstouren in der Regel mit einer Talabfahrt, die es am Abend mit der Auffahrt wieder zu büßen galt.

Am ersten Tag war eine Runde südlich des Pressegger Sees angesagt. Sie führte auf die Hochfläche der schön gelegenen Eggen Alm mit ihren unzähligen Almhütten und noch viel mehr Pferden, die es bei unserer Rast auf der Dellacher Alm auf unsere Lenkergriffe und die zum Trocknen am Zaun aufgehängten Radlshirts abgesehen hatten. Nach der zügigen Abfahrt auf der auch für Kfz freigegebenen geteerten Almzufahrt schockte die große Anzahl der Radler im Park von Hermagor einen älteren Mann, dass es ihn freiweg umhaute, sodass unsere Fahrt kurzzeitig ins Stocken geriet. Den Abschluss der Runde bildete noch ein Singletrail am sogenannten Wasserfallweg. Wie bei allen anderen Touren auch können Einzelheiten wie Wegverlauf, Höhenmeter, Zeit, Strecke usw. über untenstehende Links zu gps-tour.info abgerufen werden.


Unsere Auffahrt nur in Gegenrichtung gesperrt

Die schön gelegenen Egger-Almen

Einkehr im Almgasthaus Pipp

Pferd: "Marion, laß mich mitfahren"

4 km gehts im Almgelände eben dahin

Der Eggen-Alm-See, nicht immer mit Wasser

Gleich für den zweiten Tag war die „Königsetappe“ geplant: Der Übergang vom Gailtal ins italienische Val Canale und zurück über den Passo del Cason di Lanza (Lanzenpass). Dank der vom Wirt ausgegebenen Kärnten-Card sparten wir uns den 950-Hm-Anstieg ins Nassfeldgebiet durch die kostenlose Auffahrt mit dem Millennium-Express. Doch wenig später ging's zur Sache: Ein von offizieller Seite im Internet eingegebener GPS-Track führte uns in die Wildnis, nicht einmal zu Fuß war ein Fortkommen möglich. Dafür brachte uns ein wunderbarer, durchgehend fahrbarer Singletrail zum Nassfeldpass hinunter und 20 Minuten später nach 12 km und 1000 Hm befanden wir uns in Pontebba. Dank Wolken war die ebenso lange aber natürlich recht zähe Auffahrt zum Lanzenpass erträglich. Ein technischer Defekt konnte den Übergang zur Rattendorfer Alm nicht verhindern, wo die für heute zweite ewig lange Abfahrt auf einer Forstautobahn und die Rückfahrt auf dem Gailtal-Radweg den Tag abschloss.


Bequeme kostenlose Auffahrt

Das ist kein MTB-Weg bzw. -Trail!

Pflasterweg oberhalb des Lanzenpasses

Drei gerissene Speichen sind zu reparierren

Abfahrt vom Rattendorfer Sattel

Forstweg in Sicht

Den dritten Tag gestaltete jeder so wie es ihm gefiel. Der größere Teil schloss sich Heinrich an und es ging über Guggenberg zum Zieleinlauf eines MTB-Rennens nach Tröpolach runter, bevor über Kirchbach-Stöfflerberg-Möselalm das Gitschtal in Weissbriach erreicht wurde. Hier eine Besonderheit: In Stöfflerberg, gerade rechtzeitig, als es zu regnen begann, fand die Gruppe eine Unterstellmöglichkeit bei einem Bauernhof. Und sie wurden auf der überdachten Terrasse von den Eigentümern mit Brotzeit und Schnaps versorgt. Erst kurz vor dem Ziel in Radnig erwischte sie der zweite Regenschauer, aber dank Hotel-Wäschetrockner war die gesamte Ausrüstung und Bekleidung am folgenden Tag wieder o.k. Wer einen Rasttag einlegte, konnte im Bereich des Nassfeldes hautnah das bedeutendste Mountainbike-Etappenrennen Europas 2015, das Protective BIKE Four Peaks, miterleben. Und nicht nur das. Sie waren mitten im Geschehen, als Erste-Hilfe-Leistung und Hubschrauberabtransport nötig wurde.


Unsere Aussicht vor dem Hotel

Herrliches Plätzchen am  Abend

Danni nach dem Vortrag ihres Gedichts

Abends saßen wir wieder alle gemütlich zusammen. Daniela brachte mit „Müaßat“ (nachzulesen auf einer eigenen Seite) in Gedichtform alles auf den Punkt und überreichte Heinrich einen mit Geldscheinen gut gefüllten Socken. Heinrich erklärte jedoch, dass er nichts annehmen wolle und den Betrag an die Kinderhilfe-Nepal-Waging überweisen werde.

So wie das Bike-Event ging es für die Gruppe anderntags zum Weissensee rüber, allerdings auf anderen Strecken und bedeutend langsamer. Denn ab dem Radniger Sattel war für die meisten Schieben angesagt. Den Regenschauer konnte man mit einer Einkehr in der Hermagorer Bodenalm abwarten, bis es wieder zum Weissensee abwärts- und über den Kreuzberg und das Gitschtal zurückging.


Auffahrt zum Radniger Sattel

200 Hm für viele nicht zu fahren

kurz vor der Bodenalm

Regenrast in der Bodenalm

am Weissensee entlang

Das MTB-Rennen (siehe Link oben!)

So gingen wunderbare Tage wieder erfolgreich und weitgehend unfallfrei mit der Rückfahrt vom sonnigen Kärnten ins grauselige Wetter zuhause zu Ende.

Hier die Links zu den detaillierten Tourenbeschreibungen und zu weiteren Fotos:
1. Tag;  2. Tag;  3. Tag,  4. Tag
Bericht: Alois

Zur Homepage des DAV Teisendorf

aktualisiert: 25.06.2015 A.H.

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