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Klettern in Finale Ligure: Bester Fels in fantastischen Formen
22. - 27.05.2016

In Fahrgemeinschaft mit der Radfahrergruppe von Heini ging es am Sonntag, 22.05., nach Finale Ligure. Die gemeinsame Fahrt und die gemeinsame Unterkunft mit den Radfahrern im Hotel Oasi in Finale war nicht nur für die Fahrgemeinschaften ein Gewinn. Abends, beim gemeinsamen Essen oder Barbesuch und im Hotel wurden Erlebnisse ausgetauscht und so war es auch möglich, die jeweils andere Seite von Finale kennenzulernen. Stefan Stadler holte sich bei Beatrice (Die „Managerin“ vom Hotel Oasi) die besten Tips zum Abendessen. Ein kulinarischer Höhepunkt war am Donnerstag das Menü im Agritourismo „A Ca' de Alice“. Schon die Vorspeisen waren so gut und üppig, dass wir bei der Hauptspeise schon fast aufgeben mussten. Mangels ausreichender Italienischer Sprachkenntnisse wussten wir auch nicht genau, was uns denn noch so alles erwartet. Espresso und Hochprozentiges konnte manchen Magen dann noch retten. Dank hierzu auch den beiden Fahrern an diesem Abend für ihre Enthaltsamkeit.

Aber nun der Bericht über die Kletterei in Finale Ligure:

134 Klettersektoren sind im Finale-Kletterführer von Verlag „Versante Sud“ aufgeführt. In Summe schafften wir davon gerade mal 10 Sektoren in 6 Klettertagen.

Am Sonntag, dem Anreisetag, teilten wir uns noch auf zwei Gruppen auf:
Stefans Gruppe fuhr im Bus mit einer Gruppe zum Rocca di Corno zu den Sektoren West und „Zona Rossa“. Dort konnte mit der Route „Rombo di Vento“ (6c) gleich ein Highlight in Finale geklettert oder auch nur von unten betrachtet werden. Diese Route führt über senkrechte Leisten und meist großgriffig immer überhängend von einer Felsnische zur nächsten. 35m lang ist diese Route und dadurch entsprechend kraftraubend und ausgesetzt.
Georg startete mit seiner Gruppe im Klettergarten Rocce dell’Orera westlich von Finalborgo. Zu Fuß ging es dazu vom Hotel Oasi in Finale nach Finalborgo und dann im Wald hinauf zum Klettergarten. Dieser Klettergarten bietet am Nachmittag durch die östliche Ausrichtung herrlichen Schatten und es sind auch eine Menge leichterer Routen ab Schwierigkeitsgrad 4 vorhanden. Eine sehr schöne Sicht von oben auf die Burg Castel San Giovanni und über das Tal war dort ebenfalls geboten.

Am Montag ging es mit sechs Kletterern zunächst zum Klettergarten La Torre am Monte Cucco. Lange Routen, auch mit 2 kurzen Seillängen, konnten wir dort klettern. Der Fels war hervorragend und dank der guten Verteilung der Schwierigkeiten war es jedem Teilnehmer möglich, seinen Trainingszustand auszutesten. Nachmittags wechselten wir zum nächsten Kletter-Hightlight in Finale, den Tre Frati (Drei Brüder). An den Tre Frati war nicht nur herrliche Kletterei möglich, sondern deren Form ließ auch Gipfelglück aufkommen, da hier die Kletterei auf ausgesetzten Türmen endet. Besonders der Hauptturm, der „Frate Maggiore“, hatte eine echt „geile“ Form und jeder der Teilnehmer ließ sich darauf ablichten. Ganz einfach war die Kletterei dort hinauf nicht, es musste dazu mindestens eine 6a bewältigt werden. Der kleinere Turm, der „Frate Minore“, war zwar mit seiner Form nicht so aufregend, bot aber dafür den besten Standpunkt für die Aufnahmen vom großen Bruder.

Welche weitere fantastische Formen die Natur imstande ist zu gestalten, konnten wir dann am Dienstag bewundern: Die „Grotta dell’edera“. Durch einen engen Zustieg, den man am besten mit Stirnlampe bewältigt, gelangt man, zuletzt den Rucksack vor sich her schiebend, in die fast kreisrunde Grotte. Nach oben hat die Grotte mehrere Öffnungen und ein große Öffnung auch auf halber Höhe zur Talseite. Man glaubt sich darin schon fast in einer Kathedrale zu befinden mit zahlreichen kreisrunden Seitenaltären. Trotz Kletterschwierigkeiten ab 6b konnten wir dort einige Routen klettern und fast jeder Teilnehmer gelangte auch bis zur Umlenkung. Den Rückweg nach Finale trat dann ein Teil der Gruppe zu Fuß an. Vorbei am „Castel Gavone“ ging es in die Altstadt von Finalborgo. In einer Bar wurde dort noch das Flair dieser schönen Stadt aufgesogen, bevor es wieder weiter nach Finale ins Hotel ging.

Speziell die Route „Rombo di Vento“ lockte einige von uns am Mittwoch ein zweites Mal an den Rocca die Corno. Dort wurde bis über Mittag noch einmal alles geklettert, was dem einzelnen möglich war. Zwei Kletterer hatten sich nun schon ausgeklinkt, David war für diesen Tag zu den Radfahrern „übergelaufen“ und von den Radfahrern ist die Verena zu den Kletterern gewechselt. Somit waren wir wieder zu sechst im Klettergarten. Nachmittags verließen wir den Rocca die Corno und fuhren an den Rocce dell’Orera um sich dort mit Heini und ein paar Radlern zu treffen, die auch mal in die Senkrechte gehen wollten. Dieser Sektor ist vom malerischen Ort Verezzi besonders leicht zu erreichen und bietet einige leichtere Touren. Dank rauem Fels ist Nadine jetzt auch die Preisaufkleber an der Sole ihrer bis dahin ungebrauchten Kletterschuhe los.

Am Donnerstag stand der Rocca di Perti mit dem Sektor „Plazza dell’Oasi“ auf dem Programm. Dieser Sektor mit bequemen Wandfuß und kurzem Zustieg bietet sehr viele Routen auf dichtem Raum. Damit nicht wieder der Nachmittags-Kaffee ausfällt und wegen der schon dünnen Haut auf den Fingern wechselten wir zeitig auf den Sektor „Stadtplatz Finalborgo“. Dort ging sich außer Kaffee auch noch ein Bier aus, das mit einem reichlichen Gedeck serviert wurde.

Am Rocca Carpanea im Sektor „Pilastrino mirovino“ legten wir am Freitag zum letzten Mal Hand an den Fels von Finale. Unterschiedlichste Felsarten und Routen in diesem Sektor zeigten uns noch einmal die Vielfalt der Klettermöglichkeiten in Finale.
Nach Mittag trafen wir uns dann mit den Radlern vor dem Hotel. Nach dem Bepacken der Fahrzeuge ging es ein letztes Mal in den Stadtplatz von Finale und wir genossen dort italienisches Eis oder einen Capuchino vor der Abfahrt nach Hause.

Leitung: Stefan Stadler und Georg Eckart
Bericht: Georg Eckart
Bilder: Stefan Stadler, Georg Eckart


Rocca di Perti und die Castel Gavone

Talblick auf Finale

Finale

Finalborgo: Porta Testa

Rocca di Corno, Route "Rombo di Vento"

Rocca di Corno, Route "Rombo di Vento"

Rocca di Corno, Route "Rombo di Vento"

Monte Cucco, Sektor La Torre

Tre Frati

Tre Frati

Grotta dell'edera

Grotta dell'edera

Grotta dell'edera

Rocca Carpanea, Sektor "Pilastrino mirovino"

Genuss nach harter Kletterei in Finalborgo
(es fehlen Rüd und Gerti)

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aktualisiert: 19.06.2016 A.H.

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