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Mountainbiken im Wipptal
15.-18.6.2016

Das Wipptal, häufig nur Durchfahrtsort bei der Reise über den Brenner, bietet auch viele gute Mountainbiketouren. Steinach, ca. auf halber Strecke zwischen Innsbruck und Brenner, wäre der optimale Ausgangspunkt. Uns hat es aber ein paar Kilometer abseits nach Trins im Gschnitztal gezogen, wo wie im Hotel Zita für vier Tage sehr gut einquartiert waren.


Alle am Sattelberg
stehend v.l.n.r.: Silvia, Markus, Monika, Thomas, Franz S., Sepp W., Michi, Margit, Marion, Micha, Sepp S., Christa, Hermann, Gerti, Franz T., Fini, Andrea, Katharina, Heinz, Hermine, Marijana, Max, Klaus, Werner, Elisabeth, Alois
unten: Maria, Hubert W., Hubert M., Anita, Annemarie, Sonja, Fotograf: Heinrich

Die Wetteraussichten waren nicht optimal, wechselhaftes kühles Wetter, hohe Schauerwahrscheinlichtkeit, aber auch sonnige Abschnitte, alles mit dabei.
Am Mittwoch stand nach der Anreise eine Tour ins Navisertal auf dem Programm. Nach einer kurzen Abfahrt von Trins nach Steinach ging es zuerst weiter bis kurz vor Matrei, wo in östlicher Richtung das Navisertal beginnt. Die Tour folgt immer leicht ansteigend einem Bachlauf, bis hinter der Ortschaft Navis die Auffahrt zur Naviser Hütte beginnt. Hier konnten wir uns erstmal gemütlich auf der Terrasse stärken, bevor wir die Tour über die Klamm-, Vögeler- und Peeralm fortsetzten. Ein paar Teilnehmer erweiterten die Tour noch über die Seapenalm. Für die meisten ging es aber über Navis wieder zurück nach Steinach und Trins.


Beim Start vor unserem Hotel

An der Naviserhütte

Auffahrt zur Seapenalm
Für den Donnerstag entschieden wir uns zu einer Tour rund um das Nösslachjoch. Klassisch wird diese Tour im Uhrzeigersinn gefahren. Da die Trunahütte aber noch nicht geöffnet hatte, entschieden wir uns für die andere Richtung, um auf der Nösslachhütte die Mittagspause planen zu können. Die Tour begann mit der Auffahrt zur Trunahütte, dann weiter zum Fallzammähder, wo eine kurze Schiebepassage bis zum Eggerjoch beginnt. Der Wetterbericht hatte für freie Flächen auf dieser Höhe starke Sturmböen angekündigt, so teilten wir die Gruppe rechtzeitig, um zügig über das Joch zu kommen. Die Abfahrt über die Egger Mähder war ein landschaftliches Highlight. Blühende Almwiesen und im Hintergrund die noch schneebedeckten Tuxer Alpen, Mountainbiken aus dem Bilderbuch! Nach einer kurzen Querung hatten wir die Nösslachhütte erreicht, wo wir uns erstmal gemütlich stärkten. Ein großes Lob dem Wirt, der es alleine geschafft hat unsere Gruppe zu verköstigen! Zurück ging es anschließend über die Berger- und Gerichtsherrenalm. Am Nachmittag war noch ausreichend Zeit, die Tour über Gschnitz bis ans Ende des Tales fortzusetzen, wo wir die Tour bei Kaffee und Kuchen gemütlich ausklingen ließen. Zurück zum Hotel rollten wir entspannt bei Rückenwind in kleinen Gruppen.

Schiebestrecke zum Eggerjoch 

Eggermähder

Die idyllische Gerichtsherrenalm

Der Freitag sollte laut Wetterbericht der beste Tag werden. So planten wir für diesen Tag die Königsetappe über die Sattelalm auf den Sattelberg und über die bekannte Brennergrenzkammstraße und das Sandjöchl zurück nach Obernberg. Für die Anfahrt nach Vinanders, wo die Auffahrt zur Sattelalm beginnt, benutzten wir die Straße von Steinach über Nösslach. Gerade recht zum Einradeln und auf der Sattelalm hatten wir uns so schon die erste Einkehr verdient. Vom Wirt auf der Sattelalm holten wir uns noch ein paar Tipps für die Auffahrt zum Sattelberg. Hier gibt es leider noch immer keine optimale Lösung für die Nutzung der Straße. Mehr oder weniger schiebend, erreichten aber alle Teilnehmer gut den Sattelberg, wo wir die Tour auf der bekannten Grenzkammstraße fortsetzten. Am Himmel wechselten sich dunkle Wolken und blaue Flecken ab, wir hatten aber Glück und erreichten das Sandjöchl ohne von einem Regenschauer erwischt worden zu sein. Nach einer kurzen Schiebestrecke ging es auf Alm- und Forstwegen hinunter zum Obernbergersee, der landschaftlich traumhaft zwischen den Bergen eingebettet liegt. Noch eine kurze Abfahrt und wie hatten das Gasthaus Waldesruh, wo wir uns für die letzte Wegstrecke, das Obernbergtal hinunter nach Gries und über Steinach zurück nach Trins, stärkten. Die Letzten erwischte nun doch noch ein Regenschauer, bei diesen Wetterverhältnissen aber mehr als zufriedenstellend.


Einkehr an der Sattelbergalm

Am Scheideweg: geradeaus fahren oder nach rechts die Räder raufschieben?

Brenner-Grenzkammstraße

Bunkeranlagen am Grenzkamm

Blumenwiesen auf 2000 m

Obernbergersee
Die Abschlusstour führte uns am letzten Tag noch auf die Blaserhütte. Ein sehr empfehlenswertes Ziel, das über die Auffahrtsstraße auf der südöstlichen Seite gut zu erreichen ist und von wo man über die Zwieselmäder in westlicher Richtung wieder hinunterfahren kann. Hier wurde im oberen Bereich der Weg sogar mountainbiketauglich präpariert, sodass er auch für den weniger versierten Abfahrer gut zu bewältigen ist. Einige erklommen noch den nur wenige Minuten entfernten Blasergipfel. Von hier hat man einen wunderbaren Rundblick, der bei uns aber leider durch die vielen Wolken etwas getrübt wurde. Auf der Blaserhütte lässt es sich aber sehr gut einkehren, ein toller Tourenabschluss! Zurück im Hotel ließen wir die Tourentage noch mit einer kurzen Einkehr ausklingen, sehr zufrieden über die durchgeführten Touren und den vielen schönen gemeinsamen Momenten.


Blaserhütte

Trail unterhalb der Blaserhütte

Spitzkehren in den Latschen
Als Tourenleiter bleibt für mich die Erfahrung, dass eine tollen Landschaft, gute Tourenmöglichkeiten und das Wetter nur ein Teil für eine gelungene Mountainbiketourenveranstaltung sind. Ein großer Teil aber ist eine starke Teilnehmergruppe, in der sich alle aufeinander verlassen können und die Gemeinschaft groß geschrieben wird. Motivation genug, sich auch wieder für die nächsten Jahre Gedanken für entsprechende Tourentage zu machen!

Bericht: Heinrich Mühlbacher
Fotos: Max Lex, Alois Herzig
Die genauen Tourenbeschreibungen mit GPS-Daten und weiteren Fotos sind >>hier<< abzurufen.

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aktualisiert: 20.06.2016 A.H.

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