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Namlos
Ein Seitental in den Lechtaler Alpen
Die DAV-Sektion Teisendorf war vom 15.4.-17.4.05 unterwegs

..ein paar Worte zur Geschichte:

Besiedelt wurde das Tal in mehreren Etappen. Die ersten Siedler kamen um etwa 1200 n. Chr. über den Hauptkamm der Lechtaler Alpen. Es waren bayrische Kolonisten die sich in sogenannten Schwighöfen in den Seitentälern, so auch Namlos, niederließen.
Die Vieh- und Milchwirtschaft ist bis heute eine Lebensgrundlage der einheimische Bevölkerung und hat die Region seit Jahrhunderten geprägt.
Die ursprüngliche Waldgrenze wurde an vielen Stellen durch Rodungen tiefer gelegt, um Weideland zu gewinnen. Die Verwandlung von Gras in menschliche Nahrung durch Wiederkäuer sowie die Konservierung von Milch in Form von Butter und Käse waren grundlegende Voraussetzungen dafür, dass Menschen den Alpenraum besiedeln und sich aus ihm ernähren konnten. Durch die oft baumlosen Steilabhänge der Grasberge kam es in den Lechtalern immer wieder zu verheerenden Lawinenabgängen.
Heute sind die Täler über aufwändige Straßen vom Lechtal aus gut erreichbar und durch Lawinenverbauung gesichert. Die Seitentäler wirken im allgemeinen sehr abweisend. Durch jedes erschließt man urtümliche und unverwechselbare Landschaften, ist gleichsam von einem eigenen Charakter, den es kennen zulernen lohnt.

So beginnt unsere Tour in Siegsdorf.

Wir fahren zunächst in das Inntal und biegen bei Kramsach in das Alpbachtal. Von Inneralpbach geht es auf dem Großen Galtenberg (2424m). Am heutigen Tag wäre es nicht ratsam gleich nach Namlos zu fahren, da der Schnee bereits aufgefirnt hat. Und so können wir hier ohne Zeitdruck aufsteigen und den ersten Gipfel erreichen. Kurz nach 12.00 Uhr geht es auf sehr guten Verhältnissen hinab bis zur Greitalm


Bei unserem Anstieg müssen wir nur kurz die Ski tragen

Blick von der Gamsspitze zum Großen Galtenberg

Nach ausgiebiger Rast fahren wir zum eigentlichen Ziel unseres Schitourenwochenendes nach Namlos. Wir fahren über den Fernpass Richtung Reute und biegen bei Bichlbach nach Namlos ab. Am späten Nachmittag erreichen wir unserem Ausgangspunkt für die nächsten Tage. Unsere Unterkunft ist der Gasthof Kreuz. Eine einfache Unterkunft aber mit einer hervorragenden Küche!


Die Aussicht von unserem Gasthaus

Die Kirche in Namlos

Aufstieg zur Wetterspitze

Am Samstag steht unser Ziel bereits fest. Der Namloser Wetterspitz (2553m). Wir entschließen uns nicht den Normalanstieg zu nehmen, sondern steigen über das Brennhüttental, Richtung Anhalter Hütte auf. Der Anstieg führt vorbei an der Hirtenhütte und im weiten Bogen geht es über die Gruebigköpfe zum Gipfel.

Bei herrlichen Wetter und makellosem Firn fahren wir zunächst in die „Wanne“ und nehmen den „Normalanstieg“ als Abfahrtsvariante. So wird das Gelände abwechslungsreich und wir landen schließlich in Fallerschein. Von der Alpe Fallerschein geht es in gut 40 min. zurück zu unserem Ausgangspunkt Namlos. Nach gut 6 Stunden und 1600HM haben wir diesen Berg überquert. Hier möchte ich ein Lob an meinen Damen aussprechen: alle Achtung für diese Leistung; nicht nur Ausdauer sondern auch Technik war bei dieser Tour mit all Schikanen gefragt.

Am Sonntag standen zwei Gipfel auf dem Programm. Der Elmer Muttekopf (2350m) und die Tauberspitz (2298m). Nach gut 10 min Schitragen können wir bereits die Schi anschnallen. Zunächst steigen wir ins Schafkar auf. Am Karboden angelangt können wir entscheiden, welchen Gipfel wir zunächst anpeilen. Ich entschließe mich zuerst die Tauberspitze in Angriff zu nehmen. Da die Sonne noch keine Spuren in der Karmahd hinterlassen hat wird der Anstieg ziemlich hart. Dennoch komme ich mühelos voran und erreiche auch ohne Probleme den Gipfel. Die letzten paar Meter zum Gipfel enden in leichter Kletterei, die aber ohne größere Anstrengung bewältigt werden kann. Die Gruppe hat sich in der Zwischenzeit für den Elmer Muttekopf entschieden. Dieser Anstieg liegt bereits in der Sonne und verspricht einen guten Aufstieg. Die Abfahrt vom der Tauberpitz ist noch nicht aufgefirnt, dennoch entschließe ich mich für die Abfahrt. In der Zwischenzeit hat die Gruppe bereits das Skidepot kurz unterhalb des Gipfels erreicht. Resi spurt ein paar Meter im Schnee und schon ist der Gipfelbereich erreicht. Nun geht es flach zum Gipfel.


Tauberspitze

Elmer Muttekopf

Mit dabei waren:


Albert

Annelies

Elisabeth

Gunda

Monika

Regina

Rosi

Resi

Bericht und Fotos: Albert Staller

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aktualisiert: 01.05.05 A.H.

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